Garner rockt im brutalen Kino-Rachethriller "Peppermint: Angel of Vengeance"!

Berlin - Lange hat man darauf gewartet! Hollywood-Star Jennifer Garner (46) ist in "Peppermint: Angel of Vengeance" endlich mal wieder in einer richtigen Badass-Rolle zu sehen.

Der mächtige mexikanische Kartellboss Diego Garcia (Juan Pablo Raba) ist der Gegner von Riley North (Jennifer Garner).
Der mächtige mexikanische Kartellboss Diego Garcia (Juan Pablo Raba) ist der Gegner von Riley North (Jennifer Garner).  © PR/Universum Film

Alles beginnt mit einem Kampf in einem Auto. Riley North (Jennifer Garner) wird verletzt, tötet ihren Widersacher von einem mexikanischen Kartell aber auf brutale Art und Weise.

Nach diesem atemraubenden Fight wissen die Zuschauer sofort, in welche Richtung dieser kompromisslose Action-Reißer geht.

Doch bevor es mit den Stunts weitergeht, blendet Regisseur Pierre Morel (96 Hours, From Paris with Love, The Gunman) erst einmal fünf Jahre zurück, um die Motivation seiner Hauptfigur zu erklären.

Zu dieser Zeit war Riley noch liebende Mutter ihrer Tochter Carly (Cailey Fleming) und war auch ihrem Mann Chris (Jeff Hephner) treu ergeben.

Nach einem Streit mit der hinterhältigen Oberschichtstusse Peg (Pell James) kommt niemand zu Carlys Geburtstag, weshalb sie, Chris und Riley auf einen Jahrmarkt gehen und Spaß haben.

Bis mexikanische Kartell-Gangster einen Drive-By-Shoot-Anschlag auf sie verüben, Chris und Carly erschießen, während Riley mit schweren Verletzungen einen Monat im Koma liegt und überlebt. Danach wird sie von einem Anwalt bedroht, muss hilflos mit ansehen, wie die Täter, die sie identifiziert hat, wegen mangelnder Beweislast freigesprochen werden.

Sie rastet aus - und soll in eine Psychiatrie gebracht werden. Doch sie flieht und taucht unter. Erst Jahre später kehrt sie mit neuen Fähigkeiten wieder in die USA zurück...

Riley North (Jennifer Garner) taucht unter und trainiert. Sie kehrt als Racheengel zurück.
Riley North (Jennifer Garner) taucht unter und trainiert. Sie kehrt als Racheengel zurück.  © PR/Universum Film

In den USA wurde "Peppermint" von den Kritikern verrissen. Bei Rotten Tomatoes hat er einen Durchschnittswert von gerade mal 29 Prozent - ein extrem schlechter Wert!

Warum der Film den Kritikern sauer aufgestoßen ist, lässt sich leicht erklären. Die Moral von der Geschicht' ist nämlich: Selbstjustiz ist stylisch, gut und cool.

In einer Zeit, wo in den USA aber viele Menschen täglich durch Waffengewalt sterben ist das eine fatale Aussage. Und eine gewisse Waffenverliebtheit kann man dem Streifen beim besten Willen nicht absprechen.

Allerdings muss man aus "Peppermint" auch nicht mehr machen, als er ist und sein will: Ein Action-Thriller mit dem gewissen Etwas.

So ist er zwar ein Werk, das moralisch wirklich fragwürdig ist, von vermutlich vielen Menschen gesehen wird, diese beeinflussen kann und eine recht simple Einteilung der Menschen in gut und böse vornimmt. Dennoch ist der "Angel of Vengeance" nur ein Film, der unterhalten will - und das auch tut!

Dank der starken Leading-Lady Garner schaut man gespannt zu und bewundert auch die erstaunliche Fitness der 46-Jährigen, die bereits in der Erfolgsserie "Alias - Die Agentin", "Elektra" und "Daredevil" ihre Action-Fähigkeiten unter Beweis stellen durfte.

Die Obdachlosen leben unter Rileys Schutz sicherer als je zuvor und widmen ihr deshalb ein Graffiti-Kunstwerk.
Die Obdachlosen leben unter Rileys Schutz sicherer als je zuvor und widmen ihr deshalb ein Graffiti-Kunstwerk.  © PR/Universum Film

Auch knapp zwölf Jahre meistert sie ihre Doppelrolle als fürsorgliche Mutter und als über Leichen gehende Killerin hervorragend.

Daran hat Action-Veteran Morel seinen Anteil, der erneut einen mitreißenden Thriller inszeniert hat.

Handwerklich kann man "Peppermint" nämlich überhaupt nichts vorwerfen. Die Kameraführung ist dynamisch, die Locations sind kontrastreich und im Großteil des Filmes angemessen heruntergekommen, die Kampfchoreografie ist packend und reißt durch ihre Vielfältigkeit mit.

Dazu überzeugen auch das exzellente Make-up, die gut ausgewählten Kostüme und die gutklassigen Spezialeffekte.

Schwächen gibt es allerdings auch noch einige. Mitunter ist es - selbst in der filmeigenen Logik - ein wenig unrealistisch, aus welchen Situationen sich Garners Figur freikämpfen kann.

Ein wenig zu dick aufgetragen ist auch die Lovestory zwischen den Riley und ihrer Familie. Sie ist zweifelsohne wichtig - aber musste man sie stellenweise so klischeehaft in Szene gesetzt werden?

"Peppermint: Angel of Vengeance" ist ein grundsolider Action-Film, der zwar eine moralisch fragwürdige Botschaft vermittelt und auch sonst in Sachen Drehbuch einige erkennbare Schwächen hat, doch wer einen gradlinigen, kompromisslosen, harten und spannenden Rachethriller mit einer tragenden Leading-Lady Jennifer Garner sehen will, der ist hier genau an der richtigen Adresse.

Riley North (Jennifer Garner) rüstet sich für den Kampf gegen ein mexikanisches Kartell.
Riley North (Jennifer Garner) rüstet sich für den Kampf gegen ein mexikanisches Kartell.  © PR/Universum Film

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