Hertha-Routinier Skjelbred: Abschied und ab in die Heimat?

Berlin - Wenn man dem norwegischen Medium "TV2 Sports" Glauben schenken kann, könnte die Zeit für Per Ciljan Skjelbred bei der Hertha demnächst enden. Möglicher Abnehmer könnte sein Heimatverein sein.

Der Mittelfeldspieler betritt drei Europa League-Spiele für Hertha BSC.
Der Mittelfeldspieler betritt drei Europa League-Spiele für Hertha BSC.  © DPA

Wie der norwegische Fernsehsender mitteilt, macht sich Herthas Mittelfeldspieler ernsthafte Gedanken über einen Wechsel in die Heimat.

Rosenborg Trondheim soll die Fühler nach dem Mittelfeldspieler ausgestreckt haben.

Per Ciljan Skjelbreds (31) Vertrag läuft diese Saison aus. Erst bei 25 Einsätzen hätte sich der Kontakt automatisch um ein Jahr verlängert, so der Sender.

Der Norweger, bisher sieben Spiele, kann bei 17 verbleibenden Liga-Spielen nur noch auf 24 kommen.

Sein Berater, Jan Egil Ludvigsen, hat sich bereits mit den Hertha-Verantwortlichen in Kontakt gesetzt, um die sportliche Zukunft seines Klienten zu klären.

Ludvigsen zu "TV2 Sports": "Wir befinden uns in einem engen Dialog mit Hertha über Pers Zukunft. Wir erwarten in naher Zukunft einen Abschluss."

Skjelbred lief auch für Rosenborg BK in der Europa League auf. Hier in Leverkusen.
Skjelbred lief auch für Rosenborg BK in der Europa League auf. Hier in Leverkusen.  © DPA

Die Frage ist: Will Hertha den Norweger überhaupt abgeben?

Skjelbred hat viel zur Etablierung des Vereins in der Bundesliga beigetragen und gehört zu den dienst-ältesten Spielern im Kader. Trainer Pal Dardai spricht in den höchsten Tönen über seinen Schützling. Besonders die gegenseitige Wertschätzung lässt das Verhältnis als freundschaftlich bezeichnen.

Die Aussage seines Beraters lässt einen gewissen Gedankenspielraum, sodass demnächst die Verkündung einer Vertragsverlängerung denkbar erscheint. Es bleibt spannend.

Skjelbred selbst äußerte sich erst im Sommer gegenüber der "BZ" zu seiner Zukunft: "Ich gehe in Berlin in mein letztes Vertragsjahr. Mein Ziel ist es, hier einen neuen Vertrag zu bekommen."

Sicherlich für einen Wechsel zu Rosenborg BK würde die Tatsache sprechen, dass er im fortgeschrittenen Fußballalter nochmals um Titel mitspielen kann. Der amtierende norwegische Meister spielt nächstes Jahr auch international. Ebenfalls für den Weggang spricht seine hohe Heimatverbundenheit.

In Trondheim, bei Rosenborg BK, begann seine Karriere. Sicher ist, Skjelbred will irgendwann zurück zum Ursprung und verriet der "BZ": "Ich habe auf diesem Niveau noch ein paar Jahre in mir. (…) Und am Ende gehe ich zurück nach Trondheim, wo alles angefangen hat. Sie fragen in jedem Sommer, ob und wann ich zurückkomme."

Auf Nachfrage des norwegischen Senders "TV2 Sports" konnte Skjelbreds Berater die Gerüchte weder bestätigen oder dementieren. "TV2 Sports" will wohl wissen, dass es schon ein Treffen zwischen Ludvigsen und den Verantwortlichen von Rosenborg BK gegeben hat.

Bei "transfermarkt.de" liegt die Wechselwahrscheinlichkeit bei 44 Prozent. Skjelbred kam 2011 nach Deutschland zum HSV, nur zwei Jahre später wurde er nach Berlin verliehen und fand mit der Hertha seine sportliche Heimat. Der Norweger bestritt 162 Spieler für den Hauptstadtklub.

Titelfoto: DPA

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