Personalsorgen! Sachsen sucht jetzt Lehrer aus dem Ausland





Weit fortgeschrittene Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau C1 sind 
Pflicht: Ministerin Brunhild Kurth (62, CDU) hofft auf ausländische 
Bewerber.
Weit fortgeschrittene Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau C1 sind Pflicht: Ministerin Brunhild Kurth (62, CDU) hofft auf ausländische Bewerber.  © Ove Landgraf

Dresden - Sachsen braucht Lehrer - doch kriegt kaum noch welche. Ein Großteil der Bewerber sind bereits Quereinsteiger. Um das Problem in den Griff zu bekommen, wirbt Kultusministerin Brunhild Kurth (62, CDU) jetzt mit einer Kampagne um ausländische Lehrer!

Das Problem: Bei steigenden Schülerzahlen scheiden gleichzeitig mehr Lehrer aus als erwartet. Laut Prognose sind es bis 2026/27 die Hälfte der derzeit aktiven Pädagogen, rund 15.000. Der Lehrerarbeitsmarkt aber ist bundesweit leer gefegt.

Sachsen setzt jetzt verstärkt auf ausländische Bewerber - per Kampagne im Netz. In einem Videoclip erzählen drei Lehrer von ihrem Job in Sachsen. Etwa die Italienerin Francesca Gregori, Lehrerin an der 117. Grundschule in Dresden. Oder der Pole Piotr Mlynarczyk in der Grundschule „Fürst Pückler“ in Bad Muskau.

Ministerin Kurth: „Es wird immer schwieriger ausreichend Lehrer auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu finden. Gleichzeitig steigt das Interesse von ausgebildeten Lehrern aus dem Ausland, in Sachsen tätig zu sein. Diese Interesse wollen wir nutzen.“

Derzeit arbeiten an Sachsens Schulen 200 Lehrer aus dem Ausland. Die meisten kommen aus Tschechien (46), Polen (40) und Russland (27). Im vergangenen Jahr habe es 184 Anträge auf Anerkennung eines ausländischen Lehrerabschlusses gegeben.

Wie groß die Not ist, zeigt diese Entscheidung: Ausländische Lehrer können selbst ohne abgeschlossenes Anerkennungsverfahren eingestellt werden. Allein zum 1. Februar galt es, 800 Lehrerstellen zu besetzen. Bisher sind es 792. Ein Drittel davon Quereinsteiger.

Ausgang offen: Mit den Erfolgsgeschichten von Francesca Gregori und Piotr Mlynarczyk versucht das Ministerium, ausländische Lehrer 
anzulocken.
Ausgang offen: Mit den Erfolgsgeschichten von Francesca Gregori und Piotr Mlynarczyk versucht das Ministerium, ausländische Lehrer anzulocken.  © PR/SMK

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