Schock für Anwohner! Giftgrüner Schnee überzieht ganze Stadt

Perwouralsk - Als Ende Februar giftgrüner Schnee die russische Stadt Perwouralsk überzog, versetzte das die Anwohner nicht nur in große Angst! Denn viele von ihnen sind aus einem ganz bestimmten Grund wütend.

Giftiges Grün - im wahrsten Sinne des Wortes. Der dreckige Schnee ist die Folge von Umweltverschmutzung.
Giftiges Grün - im wahrsten Sinne des Wortes. Der dreckige Schnee ist die Folge von Umweltverschmutzung.  © Screenshot Twitter/The Weather Channel Deutschland

Die Luft in Perwouralsk ist so stark verschmutzt, dass die Bewohner gezwungen sind, Masken zu tragen, um den Dreck nicht einzuatmen. Leider haben Proteste dagegen bislang nichts gebracht.

Doch nun war sogar der Schnee grün gefärbt, weil die Luft nach einem "Unfall" in einer nahe gelegenen Fabrik voller Chemikalien ist, berichtet "Daily Mail". Und sogar dem "Weather Channel" war das traurige Phänomen eine Meldung wert.

Erst im Dezember war von schwarzem Schnee in Sibirien die Rede (TAG24 berichtete), Schuld ist das Kohlekraftwerk Kusbass. Damals hatte eine Einwohnerin ein Video im Netz veröffentlicht, das zeigt, dass der dreckige Schnee mit weißer Farbe angemalt war...

Ein ähnlich bizarres Umweltschmutz-Phänomen wurde im November bekannt: In Sibai in der russischen Teilrepublik Baschkortostan müssen die Menschen seit Monaten Atemschutz-Masken tragen, weil eine Kupferfabrik dicken Smog verursacht.

Und nun also giftiges Grün. Die Umweltverschmutzung soll die örtliche Chromfabrik ausgelöst haben. Ausgetretene Chemikalien sollen zur Verfärbung des Schnees geführt haben.

Dreckig statt weiß: In Sibirien wurde der schwarze Schnee mit weißer Farbe überpinselt.
Dreckig statt weiß: In Sibirien wurde der schwarze Schnee mit weißer Farbe überpinselt.  © Screenshot Twitter/@Sandy_mustache

Umweltverschmutzung und Mülldeponien im ganzen Land lösen immer mehr Entsetzen auch bei den Menschen in Russland aus, was zu Dutzenden neuen Protesten führt. Ihrer Meinung nach kümmere sich die russische Regierung einfach zu lasch um die Umweltprobleme.

Ein großes Problem sei, dass Moskau den Müll meist in ärmere, oft sogar noch unberührte Gebiete im Norden des Landes schickt.

Die ersten großen Proteste gegen die wachsenden Müllberge fanden bereits vor über einem Jahr außerhalb der russischen Hauptstadt statt. Damals kamen mehrere Kinder mit Vergiftungen ins Krankenhaus. Es soll ein Zusammenhang zur lokalen Mülldeponien bestehen.

Moskau komme einfach nicht mehr mit dem Müll von 13 Millionen Menschen klar. Einheimische, auch aus den umliegenden Städten, klagen immer öfter über giftige Dämpfe, sie leiden an Kopfschmerzen und unter dem Lärm, den die vielen LKWs verursachen, wenn sie Abfälle auf die Deponien transportieren.

Titelfoto: Screenshot Twitter/The Weather Channel Deutschland

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