Darum stehen blutige Aktivisten mit Ziegenmasken in der Leipziger Innenstadt

Leipzig - Eine Gruppe von jungen Menschen stand am Samstagmittag in Ziegenmasken und Maleranzügen gehüllt vor der "Reserved"-Filiale am Leipziger Markt. In den Händen hielten sie Plakate und blutige Kaschmir-Produkte. Aber warum?

Die Aktivisten positionierten sich vor der "Reserved"-Filiale in Leipzig.
Die Aktivisten positionierten sich vor der "Reserved"-Filiale in Leipzig.  © Anna Gumbert

Wie die Tierrechtsorganisation PETA mitteilte, handelt es sich hierbei um eine Aktion gegen die Verwendung des Modelabels von Kaschmir. Im Herstellungsprozess der Ziegenwolle werden Ziegen ausgebeutet und gequält, bemängeln die Aktivisten.

"In Betrieben in China und der Mongolei drücken Arbeiter Kaschmirziegen gewaltsam zu Boden, während sie ihnen die Unterwolle mit Metallkämmen ausreißen oder abschneiden. Sobald ihre Fellqualität nachlässt, werden ihnen im Schlachthof die Kehlen durchgeschnitten, meist ohne Betäubung", heißt es in einer Pressemitteilung dazu.

Dem Modekonzern LPP sei die systematische Misshandlung bekannt, trotzdem verkaufe das Label Reserved weiterhin Kaschmir. Deshalb positionierten sich mehrere Aktivisten am Samstag vor der "Reserved"-Filiale am Leipziger Markt, zeigten Aufnahmen aus den Kaschmirbetrieben auf Tablet und appellierten damit an Reserved, Kaschmir aus dem Klamottensortiment zu nehmen.

Bundesweit finden im November Aktionen zu dieser Thematik statt. Von "Reserved" selber gab es dazu noch kein Statement, so die Aktivisten vor Ort in Leipzig.

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