Jagd auf brutalen Pferderipper geht weiter: PETA setzt Belohnung aus

Vor allem Pferde, die nachts auf der Koppel waren, wurden zu Opfern. (Symbolbild)
Vor allem Pferde, die nachts auf der Koppel waren, wurden zu Opfern. (Symbolbild)  © 123RF

Lage - Die Jagd auf den Pferderipper, der bereits mehrfach in Lage zuschlug und Tiere bestialisch verletzte (TAG24 berichtete), geht in die nächste Runde.

Mittlerweile ist auch die Tierschutz-Organisation PETA auf die Fälle aufmerksam geworden und hat sich zu Wort gemeldet.

"Immer wieder werden PETA Gewalttaten gegenüber Pferden gemeldet", erklärt Sprecherin Judith Pein in einer Pressemitteilung. "Wir fordern daher ein bundesweites, behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde und bereits überführte Tierquäler erfasst werden.

So könnten regionale Häufungen und mögliche Tatzusammenhänge aufgezeigt sowie Täterprofile erstellt werden. Behörden könnten effektiver überregional zusammenarbeiten.

Pferdehalter würden über Gefahrenschwerpunkte informiert und gewarnt, um Pferde besser vor Angriffen schützen zu können. Die Überführung sadistischer Täter ist umso wichtiger, da sich Tierquäler unter Umständen später auch an Menschen vergehen", heißt es weiter.

Bundesweit ist es seit 2013 wieder vermehrt zu widerlichen Gewalttaten gegenüber Pferden gekommen. In den letzten Wochen wurden insbesondere Stuten im Genitalbereich mit Rasierklingen geschnitten. Manche wurden so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten.

PETA warnt, "dass insbesondere Taten, die von sogenannten 'Pferderippern' begangen werden, als Indikator für eine mögliche Vorstufe schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte gelten. Zahlreiche Mörder vergingen sich zunächst an Tieren, bevor ihnen Menschen zum Opfer fielen."

Erschreckend! Denn auch einige Studien sollen das belegen. "Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Sie können erstes Zeichen für eine gewalttätige Pathologie sein, die menschliche Opfer miteinschließt."

Für Hinweise aus der Bevölkerung, die zum Täter führen, bietet PETA eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro. Wenn Ihr etwas beobachtet habt, meldet Euch entweder telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail bei PETA – auch anonym.

Titelfoto: 123RF


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