Darum zeigen sich diese deutschen Handballer blutig und nackt

Stuttgart - Kurz vor Beginn der Handball-Europameisterschaft haben deutsche Nationalspieler ein Zeichen gegen die Jagd auf Robben gesetzt.

"Rettet die Robben": Klare Botschaft der Sportler.
"Rettet die Robben": Klare Botschaft der Sportler.  © PETA Deutschland e.V.

Wie die Tierschutzorganisation PETA mitteilt, protestieren sieben Sportler gegen "das blutige Töten der Tierbabys in Kanada".

Auf einem Foto sind die Spieler Paul Drux und Fabian Wiede (Füchse Berlin), Steffen Fäth, Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen) sowie Julius Kühn und Tobias Reichmann (MT Melsungen) nackt und mit blutroter Farbe bemalt zu sehen. Dazu der Slogan: "Rettet die Robben".

Die Sportler appellierten gemeinsam mit PETA an die kanadische Regierung, "dem grausamen Schlachten endlich ein Ende zu bereiten".

Nach Angaben der Organisation werden jedes Jahr mit Erlaubnis und finanzieller Unterstützung der kanadischen Regierung bis zu 400.000 Robben zum Abschuss freigegeben. "Ein Großteil der erschossenen oder erschlagenen Tiere ist erst wenige Wochen alt."

Robben-Penisse gehen nach China

Eine junge Robbe.
Eine junge Robbe.  © Oliver Willikonsky/dpa

Die gängigsten Tötungsmethoden der Robbenjäger seien demnach das Erschießen vom Schiff aus oder das Erschlagen auf dem Eis mit einem Hakapik, einer Art Holzschläger, an dessen Spitze sich ein Metallhaken befindet.

"Lange Zeit haben die Jäger vor allem neugeborene Tiere vor dem zwölften Lebenstag getötet, die sogenannten Whitecoats (Weißmäntelchen)", schreibt PETA.

1983 sei dank des Drucks durch Tierschutzorganisationen ein Verbot der Jagd auf sie verhängt worden. "Allerdings wechselt das Fell der Tiere nach 14 Tagen seine Farbe und wird grau. Ab dann sind sie für alle lizenzierten Robbenjäger zum Abschuss freigegeben." Der Großteil aller bejagten Robben sei daher zwischen 14 Tagen und drei Monaten jung.

Wie PETA weiter berichtet, werde ein Großteil des Gewinns mit Pelzen gemacht. Weitere Verwendungszwecke seien die Herstellung von Omega-3-Präparaten aus dem Fettgewebe der Tiere oder die Verarbeitung ihrer Häute zu Leder. Und: "Die Penisse der männlichen Tiere gelten zudem in China, dem letzten relevanten Absatzmarkt für Robbenprodukte, als potenzförderndes Wundermittel."

Die Organisation PETA setzt sich übrigens laut Angaben auf der Homepage gegen sogenannten Speziesismus ein. "Ausgrenzung beginnt dort, wo Diskriminierung gerechtfertigt wird - sei es durch Kategorien wie Ethnie, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Zugehörigkeit zu einer Spezies", heißt es dort.

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