PETA warnt vor neuer Todesserie im Dresdner Zoo

Nach dem mysteriösen Pinguinsterben im Dresdner Zoo: Hier ein gesunder Frackträger mit Tierarzt Dimitri Widmer.
Nach dem mysteriösen Pinguinsterben im Dresdner Zoo: Hier ein gesunder Frackträger mit Tierarzt Dimitri Widmer.

Von Eric Hofmann

Dresden - Ist Dresdens Pinguin-Becken eine Todesfalle? Wenn es nach der Tierschutz-Organisation PETA geht, ist genau das der Fall. Doch der Zoo wehrt sich gegen die Vorwürfe.

2011 starben binnen weniger Wochen plötzlich 19 tierische Frackträger, 2013 raffte eine mysteriöse Todesseuche 13 der 16 Humboldt-Pinguine dahin.

Jetzt soll wieder neues Leben ins Becken einziehen. Doch die PETA-Tierschützer halten das für hochriskant: „Das wäre ein verantwortungsloses Experiment“, so Peter Höffken (42) von PETA.

„Die Zoo-Verantwortlichen nehmen das Risiko eines erneuten Piguinsterbens augenscheinlich billigend in Kauf.“

Ein tierischer Vertreter im Pinguinbecken.
Ein tierischer Vertreter im Pinguinbecken.

Die Tierschützer fordern einen Stopp der Pläne, haben dafür auch einen Brief an Bürgermeister Detlef Sittel (48, CDU) geschrieben. Doch Zoo-Tierarzt Dimitri Widmer (33) widerspricht: „2013 konnten wir die drei Pinguine heilen“, sagt er.

„Seitdem sind sie kerngesund.“ Außerdem wurde erst wöchentlich, jetzt monatlich das Wasser auf Keime untersucht.

„Wir haben Rohrleitungen desinfiziert und das Becken mehrfach gereinigt“, so Widmer. „Bevor die neuen Tiere kommen, machen wir das alles noch mal.“

Doch ein Restrisiko bleibt: „Was das Sterben ausgelöst hat, konnten wir noch immer nicht endgültig klären.“

Fotos: Eric Münch, imago


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