Erste Läden haben Höchstgrenze für Pfand-Rückgabe

In einigen Läden werden Pfandflaschensammler ihre Ausbeute nicht mehr los.
In einigen Läden werden Pfandflaschensammler ihre Ausbeute nicht mehr los.  © DPA

Berlin – Flaschenpfand ist die Kapitalanlage des kleinen Mannes. Doch beim Versilbern seiner Rücklagen dürfte es künftig zunehmend zu Problemen kommen. Denn die ersten Supermärkte führen eine Höchstgrenze für die Rückgabe von Pfandflaschen ein.

Laut eines Berichts des RBB werden in Filialen von Getränke Hoffman und Getränke Lehmann nur noch 20 Flaschen auf einmal zurückgenommen. Andere erklären laut Berliner Kurier, dass nur noch handelsübliche Mengen angenommen werden.

Begründet wird das vor allem mit Platzproblemen. Demnach seien die Lager in einigen Filialen nicht groß genug, um vor allem von Flaschensammlern abgegebene Mengen aufnehmen zu können.

Verbraucherschützer halten allerdings 20 für zu gering, da diese Zahl auch in Privathaushalten schnell zusammen komme. Grundsätzlich besteht nur bei Einwegflaschen eine Rücknahmepflicht, unabhängig davon, wo sie gekauft sind. Bei Mehrweg kann der Verkäufer sogar theoretisch einen Nachweis verlangen, dass etwa der Kasten Bier tatsächlich auch in seinem Laden gekauft wurde.

In größeren Läden können sich Kunden deshalb bei den Ordnungsämtern bescheren, wenn nicht alle Einwegflaschen zurückgenommen werden. Bei Läden unter 200 Quadratmetern gilt das nicht, erklärte Rechtsexperte Frithjof Jönsson bei der Verbraucherzentrale Berlin gegenüber dem RBB.

Titelfoto: DPA


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