Gefährlicher West-Nil-Virus in Thüringen entdeckt

Erfurt - Bei einem Pferd in Thüringen ist das West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Das Tier stammt aus einem Bestand im Unstrut-Hainich-Kreis, wie das Thüringer Gesundheitsministerium nun mitteilte.

Das Virus wurde bei einem Pferd gefunden.
Das Virus wurde bei einem Pferd gefunden.

Das Ministerium empfiehlt allen Pferdehaltern, ihre Tiere vorsorglich zu impfen. Eine Übertragung des West-Nil-Virus auf Menschen sei eher selten, hieß es. Sollte ein Mensch mit dem Virus infiziert werden, ist der Verlauf meistens zudem leicht und ohne Symptome.

Durch die Erkrankung kann es bei Pferden laut Ministerium zu Hirn- und Hirnhautentzündungen kommen, was wiederum zu Lähmungen, Bewegungsstörungen und Muskelschwäche führen könne.

In etwa 22 bis 44 Prozent der Fälle endet der Verlauf tödlich. Nach Ausbruch der Erkrankung ist lediglich eine symptomatische Behandlung der Tiere möglich.

Die eigentlichen Träger des Virus sind Vögel, übertragen wird es aber vor allem durch Mücken. Aber auch Kadaver von Vögeln am Straßenrand sollte man mit Vorsicht behandeln.

Besonders wenn vermehrt Kadaver an einer Stelle gefunden werden, sollten die bezirklichen Fachämter für Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt informiert werden.

Das Virus wird durch Mücken übertragen.
Das Virus wird durch Mücken übertragen.  © DPA

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