Moslem ist schockiert, was Starbucks-Mitarbeiter auf seinen Bon geschrieben haben

Philadelphia (USA) - Niquel Johnson (40) bemerkte erst 20 Minuten nach seinem Starbucks-Besuch, was auf dem Bon seines Bechers stand - und war schockiert.

Eklat in einem Starbucks-Restaurant (Symbolbild).
Eklat in einem Starbucks-Restaurant (Symbolbild).  © Panithan Fakseemuang/123RF

Der gläubige Moslem, der aufgrund seiner Religion zusätzlich den Namen Abdul Aziz trägt, wurde in dem Café nach seinem Namen gefragt. Kurz darauf nahm das Unglück am 25. August in der US-Stadt Philadelphia seinen Lauf.

Denn Johnson, der mit zwei Freunden unterwegs war, stellte in einer Bibliothek fest, was da auf den Bon seines Bechers notiert worden war: "ISIS". "Ich war zuerst schockiert und dann wütend, weil ich das Gefühl hatte, diskriminiert zu werden", sagte Johnson am Samstag gegenüber "NBC News".

Die Abkürzung "ISIS", die in Deutschland in der Regel nur noch unter dem Kürzel "IS" bekannt ist, steht nämlich auch in den USA für die islamistische Terrorgruppe "Islamischer Staat".

Starbucks wollte die Kritik von Johnson, der ein Foto des Bons auch twitterte, so nicht akzeptieren. Das Unternehmen teilte "NBC News" am Samstag mit, dass der Mitarbeiter Johnsons Namen falsch geschrieben habe und dass das Unternehmen der Meinung sei, dass dies ein Fehler und keine Diskriminierung gewesen sei.

Johnson gab zu, dass er sich lediglich als Aziz vorgestellt hatte. Möglich wäre es demnach gewesen, dass der Starbucks-Mitarbeiter "Isis" verstanden hatte. Ob dem wirklich so war, wird wohl abschließend nicht geklärt werden.

Auf dem Bon zu seinem Kaffee stand "ISIS".
Auf dem Bon zu seinem Kaffee stand "ISIS".  © Twitter/Screenshot/@GtownMasjid

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