Der Feind im Posteingang: So könnt Ihr Euch vor Phishing-Mails schützen

Dresden - Vorsicht, aktuell verschicken Betrüger E-Mails mit gefälschten Telekom-Rechnungen - mit Schadsoftware im Huckepack. Bloß nicht öffnen! Doch wie unterscheidet man lästige Ketten-, Werbe- und richtig gefährliche Spionage-Mails? Wir erklären, wann Ihr skeptisch werden solltet.

Was verbirgt sich hinter den Begriffen?

Vorsicht vor E-Mail-Schurken: Wenn man freizügig seine Daten preisgibt und dann sorglos mit der Enter-Taste bestätigt, ist es oft schon zu spät.
Vorsicht vor E-Mail-Schurken: Wenn man freizügig seine Daten preisgibt und dann sorglos mit der Enter-Taste bestätigt, ist es oft schon zu spät.  © 123RF

• Spam (oder auch Junk) werden unerwünschte Mails genannt, die zum Beispiel für zwielichtige kostenpflichtige Abos oder Potenzmedikamente werben.

• Unter Phishing versteht man das gezielte Abschöpfen von persönlichen Daten über gefälschte Websites. Dabei soll man auf Links in einer E-Mails klicken, die auf täuschend echt aussehende Seiten von Banken oder E-Mail-Anbietern verweisen und sich dort mit Benutzernamen und Passwort anmelden - schon hat man seine persönlichen Daten verraten.

Sichere Anzeichen für Spam oder Phishing

Phishing-Mails sind tickende Zeitbomben: Wenn Ihre Zugangsdaten ausgespäht und Sie zudem noch zur Eile gedrängt werden sollen - die Mail besser löschen!
Phishing-Mails sind tickende Zeitbomben: Wenn Ihre Zugangsdaten ausgespäht und Sie zudem noch zur Eile gedrängt werden sollen - die Mail besser löschen!  © Imago/Diego Cervo

• Passen Mail und E-Mail-Konto zueinander? Haben Sie sich beispielsweise beim Onlinehändler Amazon mit einer T-Online-Mail angemeldet, bekommen aber eine mysteriöse Amazon-Mail auf Ihr Web.de-Konto geschickt, sollten die Alarmglocken schellen.

• Persönliche Anrede fehlt: Steht in der Mail nur "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Sehr geehrter Nutzer" ist schon Skepsis geboten. Von fast allen Shopping-Portalen oder Banken werden Sie in einer E-Mail mit Ihrem persönlichen Namen angesprochen.

• Absender checken: Nicht durch einen vermeintlich seriösen Absender täuschen lassen! Lassen Sie sich in Ihrem Mailprogramm die genaue Absender-Adresse anzeigen. Wenn dort beispielsweise Wortkombinationen wie "amazon-versender.de" oder "paypal-anwalt.com" zu finden sind, ist das ein sicheres Zeichen für Betrug.

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• Auffällig viele Rechtschreib- und Grammatikfehler: Das liegt daran, dass Phishing-Mails oft von Computern automatisch mehr schlecht als recht ins Deutsche übersetzt werden. Wer die deutsche Sprache beherrscht, ist klar im Vorteil und erkennt die Mail als Betrugsversuch.

• Links nicht blind vertrauen: Vorsicht, wenn Sie auf Links in einer E-Mail klicken. Manchmal werden Sie auf eine fingierte Seite geleitet, wo Anmeldedaten abgegriffen werden sollen. Tipp: Geben Sie Ihre Bank- oder Shop-Adressen besser immer manuell ein, auch wenn's länger dauert. Außerdem verschicken Banken und Behörden keine Mails, in denen Sie aufgefordert werden, Daten zu bestätigen oder Passwörter einzugeben.

Nicht nur lästig, sondern auch richtig gefährlich

Warum sind auch Spam-Mails gefährlich? Weil in ihnen manchmal gefährliche Viren oder Würmer versteckt sind. Klickt man auf einen Anhang, infizieren sie den Rechner.

Meist ist Spam aber nur lästig. Verschiebt man so eine unerwünschte Mail in den Spam-Ordner, "merkt" sich das Programm den Absender und kegelt ihn künftig automatisch aus der Liste neu eingegangener E-Mails heraus.

Titelfoto: 123RF

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