Pillnitz forscht an der perfekten Kirsche

Dresden - Süß, groß, knackig und herzig: "Areko" heißt die neue Süßkirschen-Sorte aus dem Julius-Kühn-Institut (JKI) in Dresden-Pillnitz. Jede Frucht ist eine Wucht.

Mirko Schuster (57) vom Julius-Kühn-Institut (JKI) in Dresden-Pillnitz mit den neuen "Areko"-Süßkirschen.
Mirko Schuster (57) vom Julius-Kühn-Institut (JKI) in Dresden-Pillnitz mit den neuen "Areko"-Süßkirschen.  © Eric Münch

Es braucht Jahrzehnte, bis eine Obstzüchtung vollendet werden kann. Die Grundlage für Areko legten die Experten für vor gut 25 Jahren. Als Mutter und Vater für ihre Neuheit benutzten sie damals die berühmten, bewährten Sorten Kordia und Regina.

Aus den besten Nachkommen dieses "Promi-Paares" erwählte man den besten Zuchtklon.

Die Areko besitzt das Potenzial, der Liebling von Obst-Bauern und Kleingärtnern zu werden. Bis zu ihrem Durchbruch als Verkaufsschlager im Handel werden wahrscheinlich aber noch einmal zehn Jahre ins Land ziehen. Mirko Schuster (57) vom JKI: "Nun kommt es darauf an, dass die Baumschulen die Sorte erfolgreich vermehren. Entsprechende Lizenzen haben wir für Deutschland und Europa vergeben."

Warum wird überhaupt an neuen Früchten geforscht? Neben dem Wunsch nach immer größeren Kirschen soll beispielsweise das Fruchtfleisch fester werden, um längere Lieferwege zu überstehen, sagt Schuster weiter. Gleichzeitig soll die Pflanze möglichst robust etwa gegen Pilze und Bakterien sein, damit die Landwirte nicht so viel Pflanzenschutzmittel brauchen.

Übrigens: Am Samstag lädt das JKI zum Pillnitzer Gartentag. Da können Sie auch Areko-Kirschen naschen...

Die Pillnitzer Versuchsanlage für die Pflanzenzucht.
Die Pillnitzer Versuchsanlage für die Pflanzenzucht.  © Eric Münch

Titelfoto: Eric Münch


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