Pinkelpause rettet Brandenburg wohl vor erneuter Waldbrand-Katastrophe

Großwudicke/Milower Land - Offenbar ist Brandenburg mit ganz viel Zufall einer erneuten Waldbrand-Katastrophe entgangen. Am Dienstagvormittag bemerkte ein Autofahrer aus Baden-Württemberg bei seiner Pinkelpause an der Bundesstraße 188 bei Großwudicke (Landkreis Havelland) ein aufloderndes Feuer und wählte sofort 112.

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Wie die Märkische Allgemeine berichtet, gönnte sich der Mann gegen 9.45 Uhr eine Pause, um seine Blase zu entleeren. Dafür ging er ein Stückchen in den Wald, doch plötzlich bemerkte er einen unangenehmen und beißenden Geruch.

Nur fünf Meter von ihm entfernt entwickelte sich gerade ein Feuer. Geistesgegenwärtig rief der Mann die Feuerwehr. Die eilte umgehenden zum Brandort und das auflodernde Feuer im Keim ersticken.

"Das war ein äußerst glücklicher Zufall, wir hatten wirklich riesiges Glück", erklärte Bürgermeister Felix Menzel (SPD), der ebenfalls bei den Löscharbeiten dabei war, der MAZ. Einen ersten Verdacht hat Menzel bereits: "Ein kleiner Haufen aus Kiefernnadeln fängt bei der aktuellen Witterung nicht ohne Weiteres genau in der Mitte an zu brennen".

Eine unachtsam weggeworfene Zigarette schließt Menzel aus, schließlich liegen 15 Meter zwischen Wald und Bundesstraße. "Ich gehe von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Deshalb haben wir auch unmittelbar nach dem Einsatz Strafanzeige erstattet".

Die Pinkelpause des Autofahrer hat das Milower Land wohl vor einer Katastrophe, wie in Treuenbrietzen (TAG24 berichtete), bewahrt.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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