NRW-Minister fordert Schutz für Tönnies

Düsseldorf - NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (59/FDP) zeigt Mitgefühl und stellt sich hinter Fleischunternehmer Clemens Tönnies (64). 

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (59/FDP).
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (59/FDP).  © picture alliance/dpa

"Wir sollten die öffentliche Hetzjagd auf das Unternehmen und den Unternehmer Tönnies beenden", sagte Pinkwart der "Rheinischen Post". 

Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns in Rheda-Wiedenbrück hatten sich im Juni weit mehr als 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert

Zum Schutz vor einer weiteren Pandemie, wurden daraufhin die Orte Gütersloh und Warendorf unter Quarantäne gestellt. 

Durch den Skandal geriet der Fleischunternehmer Clemens Tönnies heftig in die Kritik und im Netz entbrannte eine regelrechte Hetzjagd. 

Der 64-Jährige trat durch den immer größer werdenden Druck schließlich auch als Vorstandsvorsitzender des FC Schalke 04 zurück. 

Fleischunternehmer Clemens Tönnies (64).
Fleischunternehmer Clemens Tönnies (64).  © picture alliance/dpa

Wandel in der Fleischindustrie erwartet

Minister Pinkwart geht von Veränderungen in der Fleischverarbeitung aus: "Die Branche insgesamt kann nicht so weiter arbeiten wie bisher und auch aus dem Umgang mit der Corona-Krise müssen klare Schlussfolgerungen gezogen werden. Dies hat Herr Tönnies eingeräumt, und er stellt sich seiner Verantwortung."

Die Berater-Tätigkeit von Sigmar Gabriel (60) sieht Pinkwart differenziert: "Grundsätzlich ist es gut und richtig, dass Politiker nach Ende ihrer politischen Laufbahn wieder berufstätig sind, dafür gibt es ja auch klare Spielregeln zu Wartezeiten und Transparenz. Jeder muss dann für sich entscheiden, welche Aufgabe zu ihm passt."

Titelfoto: picture alliance/dpa / Federico Gambarini/dpa

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