Erneute Bombendrohung: Bahnhof Pinneberg vorübergehend gesperrt

Pinneberg - Große Angst am Bahnhof Pinneberg! Nach einer Bombendrohung musste das Gelände am Montag kurzzeitig gesperrt werden.

Zwei Polizeibeamte stehen am Eingang eines Bahnhofs. (Symbolfoto)
Zwei Polizeibeamte stehen am Eingang eines Bahnhofs. (Symbolfoto)  © DPA

Eine Durchsuchung der Gebäude und des umliegenden Geländes mit Sprengstoffspürhunden blieb ohne Ergebnis, wie Hanspeter Schwartz von der Bundespolizei sagte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Wer hinter der Drohung steckt, ist noch unklar.

Während der Sperrung des Pinneberger Bahnhofs ruhte zeitweilig auch der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Elmshorn. Betroffen war dadurch auch die Strecke Hamburg-Kiel, die schließlich um 11.20 Uhr für den Zugverkehr wieder freigegeben werden konnte.

In den vergangenen Monaten hatten mehrfach Bombendrohungen die Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein auf Trab gehalten. Erst vor einer Woche war das Flensburger Rathaus wegen einer Bombendrohung mehrere Stunden lang geschlossen (TAG24 berichtete).

Zuvor hatte es unter anderem Drohungen gegen die vier Landgerichte und eine Marktpassage in Heide (Kreis Dithmarschen) gegeben. Auch der Lübecker Hauptbahnhof war betroffen. Bei keinem der Vorfälle konnten verdächtige Gegenstände gefunden werden.

Seit Dezember gingen bundesweit zahlreiche Bombendrohungen mit dem Absender "Nationalsozialistische Offensive" ein. Betroffen waren davon unter anderem der Flughafen Hamburg, aber auch die Oberlandesgerichte in München und Bamberg sowie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt.

Dabei gehe es um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht" unterzeichnet worden seien.

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