Skandal-Tweet: Piraten-Politiker wünscht angeschossener Polizistin den Tod

"Weg mit dem Bullendreck", twitterte Thomas Goede.
"Weg mit dem Bullendreck", twitterte Thomas Goede.  © DPA (Symbolbild)/Screenshot Polizei Berlin

Potsdam - Mit den Worten: "So ein Tag, so wunderschön wie heute", beginnt der Skandal-Tweet von Piratenpolitiker Thomas Goede.

Denn in diesem wünscht er der am Dienstag in München-Unterföhring angeschossenen Polizistin den Tod (TAG24 berichtet). Weiter schrieb er am Dienstag:

"Weg mit dem Bullendreck. Ich mach den Campus auf # ACAB"

Auch wenn er den Tweet in der Zwischenzeit gelöscht hat, gab es bereits in der Nacht zu Mittwoch Konsequenzen. Wie Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN) berichtet, ist Goede von seinem Amt als Ersatzrichter des Piratenpartei-Schiedsgerichts zurückgetreten.

Auf ein Parteiausschlussverfahren wurde vorerst verzichtet.

Der Piraten-Landesverband distanzierte sich von Goede: "Wir möchten uns für diesen Vorfall bei der verletzten Polizistin, ihrer Familie und Freunden, sowie den vielen Polizisten die jeden Tag für den Dienst an der Gesellschaft eintreten in aller Form entschuldigen und wünschen eine baldige und vollständige Genesung", schreiben die Vorsitzenden in einer Pressemitteilung.

Nun ermittelt auch die Polizei gegen den Piraten-Politiker. Wie ein Beamter gegenüber der PNN berichtet, seien bereits drei Strafanzeigen eingegangen.


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