Nach Piraten-Überfall auf deutschen Frachter: Seeleute wieder frei!

Hamburg/Duala - Die Mitte August vor der Küste Kameruns von Piraten von dem Frachtschiff "MarMalaita" verschleppten acht Seeleute sind wieder frei. Das Schiff gehört zur Hamburger Reederei MC-Schifffahrt.

Auch das Hamburger Frachtschiff "Taipan" wurde 2010 vor der somalischen Küste von Seeräubern überfallen. (Archivbild)
Auch das Hamburger Frachtschiff "Taipan" wurde 2010 vor der somalischen Küste von Seeräubern überfallen. (Archivbild)  © Reederei Komrowski/dpa

Nach Verhandlungen mit Vertretern der Piraten sei schließlich die sichere Freilassung der Besatzung erreicht worden, schrieb die Reederei MC-Schifffahrt auf seiner Homepage.

Über die auf der Homepage veröffentlichten Informationen hinausgehende Angaben - etwa ob Lösegeld gezahlt wurde - wollte die Reederei nicht machen.

Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt geblieben und bereits am vergangenen Sonntag auf dem Flughafen in Frankfurt gelandet, hieß es auf der Homepage. Dort seien sie von Vertretern der Reederei in Empfang genommen worden.

"Wir sind so glücklich mitteilen zu können, dass dieses schreckliche Ereignis schließlich ein glückliches Ende genommen hat und unsere Besatzung nach so einer beängstigenden Zeit wieder bei seiner Familie ist", teilte das Unternehmen mit.

Die Piraten waren in der Nacht zum 15. August an Bord der "MarMalaita" gekommen, die in der Millionenstadt Duala vor Anker lag (TAG24 berichtete).

Sie hatten nach Angaben der Reederei acht der zwölf Besatzungsmitglieder mitgenommen, vier Russen, drei Philippiner und einen Ukrainer.

Piratenüberfälle und Entführungen gibt es öfter vor der Küste Westafrikas, meist mit Lösegeld-Forderungen verbunden. Nach Angaben des Auswärtigen Amts besteht in vielen Regionen des Landes ein hohes Entführungsrisiko.

Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes koordinieren das weitere Vorgehen während eines Krisenstabs. (Archivbild)
Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes koordinieren das weitere Vorgehen während eines Krisenstabs. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Titelfoto: Reederei Komrowski/dpa

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