Stadtfest-Trunkenbold bepöbelte die Polizei mit "Heil Hitler"

Pirna - Merke: Wer beim Stadtfest zu viel trinkt, verliert nicht nur den Überblick. Er findet sich auch auf der Anklagebank wieder. Jens B. (34) hockt jetzt vor der Amtsrichterin, weil er beim Pirnaer Fest massiv ausfällig wurde, pöbelte und sich mit Polizisten anlegte.

Tausende feierten in malerischer Kulisse das Stadtfest Pirna. Laut Anklage wurde Jens auf der Feier allerdings massiv ausfällig.
Tausende feierten in malerischer Kulisse das Stadtfest Pirna. Laut Anklage wurde Jens auf der Feier allerdings massiv ausfällig.  © Daniel Förster

Am frühen Abend wurden Bereitschaftspolizisten zum Elberadweg gerufen.

Am Areal des Landessportbundes, wo zahlreiche Kinder sportelten und Besucher einer Zumba-Vorführung folgten, krakeelten Jens und sein im Rollstuhl sitzender Kumpel.

"Schon als wir auf sie zukamen, pöbelte der Rollstuhlfahrer", sagte ein Beamter.

Als der Rolli-Fahrer dann aufs Festgelände urinieren wollte, verboten das die Polizisten, boten stattdessen an, ihn zur nahen Behindertentoilette zu begleiten.

In dem Moment schwang sich Jens mit 1,6 Promille im Blut zum "Retter" auf: "Ich wollte meinem Kumpel helfen. Der musste mal pinkeln. Die ließen ihn nicht. Da bin ich dazwischen", so der Arbeitslose, der einen Beamten schlagen wollte, von vier Polizisten zu Boden gebracht werden musste.

Tritte, versuchte Kopfnüsse, wilde Pöbeleien folgten.

Sogar "Heil Hitler" brüllte Jens, der sich erst im Streifenwagen wieder beruhigte. "Kann schon sein", so der Angeklagte. "Aber auf dem Stadtfest lasse ich mir doch mein Bierchen nicht verbieten." Urteil folgt.

Jens B. (34) wollte seinem Kumpel helfen. Im Suff ist das keine gute Idee gewesen. Nun sitzt er vor der Amtsrichterin.
Jens B. (34) wollte seinem Kumpel helfen. Im Suff ist das keine gute Idee gewesen. Nun sitzt er vor der Amtsrichterin.  © Peter Schulze

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