Feuer in Zweifamilienhaus: Vater startet verzweifelten Löschversuch

Pirna - Schock für eine Familie in Pirna! Am Nachmittag des Pfingstsonntages brach plötzlich ein Feuer in ihrem Haus auf. Während der Vater noch mutig selbst löschen wollte, wurde ihm schnell bewusst, dass er den Brand nicht ohne Hilfe bekämpfen konnte.

Die Feuerwerhleute musste das Dach aufreissen.
Die Feuerwerhleute musste das Dach aufreissen.  © Daniel Förster

Nachbarn entdeckten zufällig, dass es im Dachgeschoss des Hauses an der Birkwitzer Straße brannte und alarmierten den Eigentümer.

"Meine Ehefrau war gerade weggefahren, um zu unserer Tochter zufahren, und ich in der Küche genau im entgegengesetzten Bereich des Hauses, als Nachbarn von gegenüber bei mir in der Tür standen", erklärt der 57-Jährige aufgeregt.

Dann ging alles ganz schnell: Der Familienvater stürmte nach oben und versuchte, "mit Wasser aus Töpfen zu löschen". Auch sein Nachbar packte mit an und löste ihn ab.

Doch das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Dach und in der Dämmung enorm ausgebreitet. "Wir merkten alsbald, dass wird nichts", so der Eigentümer des Hauses.

Ein weiterer Nachbar alarmierte schließlich die Feuerwehr. Die Bewohner in der Nähe brachten noch schnell ihre Autos in Sicherheit, dann trafen endlich die Profis ein.

Die Flammen traten an der Gaube aus.
Die Flammen traten an der Gaube aus.

Währenddessen schlugen bereits Flammen aus dem Dach und aus der Gaube.

Feuerwehrleute von der Hauptwache sowie der Abteilungen Altstadt, Copitz und Graupa waren im Einsatz. Insgesamt 44 Kameraden kämpften dann gegen das Feuer.

Um den Brand zu ersticken, rissen sie die Ziegel vom Dach. Dadurch kamen sie auch an die Glutnester im Inneren heran. Durch die Löscharbeiten ist eine Dachhälfte zerstört worden. Auch die darunterliegenden Kinderzimmer haben einiges abbekommen und sind jetzt unbewohnbar.

Die Polizei schätzt den Schaden laut ersten Informationen auf 120.000 Euro. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch völlig unklar. "In dem Hausbereich gibt es keine Stromleitung, keine Gasleitung und auch keine elektrische Geräte", erklärt der 57-jährige Familienvater.

Eine Dachhälfte ist größtenteils zerstört.
Eine Dachhälfte ist größtenteils zerstört.  © Daniel Förster