Industriepark Oberelbe: Peinliche Panne bei den Probebohrungen!

Dresden - Zwischen Pirna und Heidenau haben die Probebohrungen für den umstrittenen IndustriePark Oberelbe (IPO) begonnen. Ganz offiziell. Noch vor wenigen Tagen hatte es eine Panne bei dem Vorhaben gegeben. Inoffiziell.

Bürger aus Pirna, Heidenau und Dohna protestieren gegen den geplanten Gewerbepark.
Bürger aus Pirna, Heidenau und Dohna protestieren gegen den geplanten Gewerbepark.  © Daniel Förster

Bauer Frank Schnutz traute seinen Augen kaum: Am 22. und 23. Januar rammten Fremde Bohrgestänge in einen seiner Pacht-Äcker nahe Pirna. Fünf Meter tief.

"Da hat sich eine Baufirma im Grundstück geirrt. Das war ein Missverständnis", räumt der Stadtsprecher von Pirna, Thomas Gockel, ein. Pirna ist mit Heidenau und Dohna am Zweckverband beteiligt, der den IPO errichten will. Man entschuldige sich.

Dienstag nun der Start der regulären Probebohrungen: "Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, unter welchen Maßgaben das jeweilige Areal bebaut werden kann", so Gockel.

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Parallel sei breite Bürgerbeteiligung erwünscht, über gesetzliche Vorgaben hinaus. Dazu gehöre auch die Erstellung eines Landschaftsreliefs. Denn der 140 Hektar große IPO rückt dem Barockgarten Großsedlitz auf die Pelle.

Bauer Frank Schnutz gestern bei Protesten gegen den Industriepark. Vor einer Woche war versehentlich auf seinem Acker in der Nähe gebohrt worden.
Bauer Frank Schnutz gestern bei Protesten gegen den Industriepark. Vor einer Woche war versehentlich auf seinem Acker in der Nähe gebohrt worden.  © Daniel Förster
Inzwischen haben bei Pirna die ersten offiziellen Probebohrungen begonnen.
Inzwischen haben bei Pirna die ersten offiziellen Probebohrungen begonnen.  © Daniel Förster

Titelfoto: Daniel Förster

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