Pirnas OB kämpft um die Zugstrecke nach Sebnitz

Bedient eine Region mit 30 000 Einwohnern: die Zugverbindung zwischen Pirna und Sebnitz.
Bedient eine Region mit 30 000 Einwohnern: die Zugverbindung zwischen Pirna und Sebnitz.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Jetzt wird gekämpft! Weil die Bahnstrecke von Pirna nach Sebnitz aus Kostengründen stillgelegt werden soll, schreiten die Bürgermeister der Region zur Tat. Eine große Unterschriftenaktion macht gegen die Pläne mobil.

Wortführer ist Pirnas Stadtoberhaupt Klaus-Peter Hanke (62): „Die Bahn muss weiter fahren!“, fordert er, unterstützt von den Kollegen aus Sebnitz, Neustadt und Dürrröhrsdorf-Dittersbach.

Hankes Ansatz: „Die Zugstrecke wird auch in Zukunft von enormer Bedeutung für die Infrastruktur unserer Region sein.“

Der Appell richtet sich an Staatsregierung und Landtag. Denn die Regierung ist es, die sich - vor dem Hintergrund sinkender Bundeszuschüsse - eine Stilllegung vorstellen kann. Der Landtag verteilt das Geld, gerade laufen die entscheidenden Haushaltsverhandlungen für 2017/18.

Vorkämpfer für den Erhalt der Bahnstrecke: Pirnas OB Klaus-Peter Hanke (62).
Vorkämpfer für den Erhalt der Bahnstrecke: Pirnas OB Klaus-Peter Hanke (62).

„Insofern ist es nicht verkehrt, sich an seinen Wahlkreis-Abgeordneten zu wenden“, so Christian Schlemper, Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe. Dieser bestellt mit dem Geld die Zug-Leistung. Erbracht wird sie wiederum von der Firma Städtebahn Sachsen, einer Tochter der mittelständischen Sonata Management innerhalb der Torsten Sewerin-Rail Group aus Bayern.

Wie die Strecke ohne Bahn aussehen könnte, ist zwischen Meißen und Nossen zu besichtigen. Dort wurde der Zugverkehr im Dezember stillgelegt - seither fahren Busse.

Wie ein Bekenntnis des Landtags zu kleinen Bahnlinien in der Region aussehen kann, wurde vor knapp 150 Jahren vorgemacht.

Damals, 1870, genehmigten die Abgeordneten den Streckenbau Schandau-Sebnitz-Bautzen, 1872 für Pirna-Arnsdorf.

Foto: Daniel Förster


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