Geld für Wurst und Bier auf dem Stadtfest: Deal endete als Überfall im Suff!

Pirna - Karl-Heinz M. (44) ging mit reichlich Bierdurst aufs Pirnaer Stadtfest - aber ohne Bargeld. Ein Pfandgeschäft mit einem Händler sollte das Problem lösen. Doch dann eskalierte die Situation.

Bereut seine Tat auf dem Stadtfest vor vier Jahren: EU-Rentner Karl-Heinz M. (44).
Bereut seine Tat auf dem Stadtfest vor vier Jahren: EU-Rentner Karl-Heinz M. (44).  © Holm Helis

Der EU-Rentner musste sich am gestrigen Mittwoch vor dem Dresdner Landgericht verantworten - Anklage wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Was war passiert?

Um an Geld für Bier und Bratwurst zu gelangen, borgte sich Karl-Heinz M. 15 Euro von einem pakistanisch-stämmigen Händler. Als Pfand ließ er sein Sony-Smartphone da.

Eine Wurst und ein paar Bier später stand Karl-Heinz M. wieder auf der Matte. Mit einer Schere in der Hand forderte er sein Handy zurück und weiteres Bargeld. Dem Händler gelang die Flucht in das benachbarte DRK-Zelt: "Der will mich abstechen" soll er gerufen haben. So schilderte es eine Augenzeugin (32).

Herbeigeeilte Polizisten wollten den stark alkoholisierten Scheren-Mann (Blutalkoholwert: fast 3 Promille) wenig später festnehmen. Doch Karl-Heinz M. sackte plötzlich zusammen - Krampfanfall. Statt in den Knast ging es in die Klinik.

Karl-Heinz M. räumte seine Suff-Tat ein: "Ich bin nicht stolz auf diesen einmaligen Aussetzer." Der alkoholkranke Pirnaer bekam ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung, muss 100 Arbeitsstunden ableisten und zur Suchtberatung.

Das Stadtfest auf dem Pirnaer Marktplatz.
Das Stadtfest auf dem Pirnaer Marktplatz.  © Daniel Förster

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