Neue Rechtspartei will PEGIDA als Partner!

Pirna - Die neue Rechtspartei AdP (Aufbruch deutscher Patrioten) will in den künftigen sächsischen Landtag.

Der frühere AfD-Politiker André Poggenburg (43) will mit seiner neuen Partei "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) in den sächsichen Landtag einziehen.
Der frühere AfD-Politiker André Poggenburg (43) will mit seiner neuen Partei "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) in den sächsichen Landtag einziehen.  © Holm Helis

Laut Gründungsmitglied Egbert Ermer (51) rechne man damit, am 1. September die 5-Prozent-Marke zu knacken. Für die Aufstellung einer Landesliste zur Wahl werde man auch mit den PEGIDA-Köpfen Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz sprechen.

Däbritz zählte am gestrigen Mittwoch bereits zu den ersten Gästen, die beim ersten (Neujahrs)Empfang der AdP in Dohma bei Pirna ihre Aufwartung machten.

Die AdP will nach jetzigem Stand nicht mit Direktkandidaten in den Wahlkampf in Sachsen gehen. Es ist nur an die Aufstellung einer Liste gedacht.

Die AdP hatte sich vor genau einer Woche gegründet. Sie besteht momentan aus zwölf Mitgliedern, an der Spitze der frühere AfD-Chef im Landtag von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg (43). Auch die anderen beiden Gründungsmitglieder, Ermer und Benjamin Przybylla (39), waren bislang in der AfD aktiv.

Poggenburg, dessen AdP von der AfD als "Spaltung" der AfD bezeichnet wird, betont: "Wir haben die AdP nicht gegründet, um gegen die AfD zu kämpfen. Wir haben die AdP gegründet, um mit der AfD zu kämpfen." Insofern werde man nach der Wahl in Sachsen auch zuerst der AfD die Hand reichen, ergänzt Ermer.

Poggenburg: "Wir kritisieren die Führung der AfD, fühlen uns aber der AfD-Mitgliederschaft verbunden." Von dort gebe es bisher auch die meisten Anfragen zu einer Mitgliedschaft. Die AdP verstehe sich grundsätzlich als regionale, vor allem im Osten aktive Partei. Gleichwohl sei sie auch für Mitglieder aus dem Westen offen, Anfragen von dort gebe es. Die AdP denke aber über ein Quorum für Eintritte aus dem Westen nach (eine "West-Quote").

Laut Poggenburg können Interessierte aus allen Lagern einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen, auch aus dem linken, aber auch Ex-NPD-Mitglieder. Dabei wie auch in jedem Fall werde es Einzelprüfungen geben.

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