Hier macht die Pistenpolizei Jagd auf Ski-Rowdies

Auch als Ersthelfer ist die Pistenpolizei gefragt, sie hilft den Verletzten und koordiniert die Retter.
Auch als Ersthelfer ist die Pistenpolizei gefragt, sie hilft den Verletzten und koordiniert die Retter.

Görlitz/Jelenia Gora - „Stop, Policja!“ Wer das dieser Tage auf den bei Sachsen beliebten Skihängen am Fuße des Riesengebirges rund um Jelenia Gora hört, sollte das nicht ignorieren.

Denn: Die Polen schicken tatsächlich 14 Polizisten mit Skiern auf Skihang-Patrouille. Was hierzulande undenkbar ist, ist jenseits der Neiße längst bewährte Polizeiarbeit.

Auf den Hängen in Jelenia Góra, Klodzki und Luban in Niederschlesien ist die Pistenpolizei berüchtigt. „Die Beamten sind dafür eingesetzt, die geltende Helmpflicht auf den Pisten durchzusetzen, Rowdys auf Skiern und Snowboards aus dem Verkehr zu ziehen, Diebstähle aller Art und Autoeinbrüche zu verhindern“, erklärt Polizeisprecher Pawel Petrykowski.

In polnischen Skigebieten kurz hinter der Grenze hat nun auch die Polizei ein wach sames Auge auf Wintersportler.
In polnischen Skigebieten kurz hinter der Grenze hat nun auch die Polizei ein wach sames Auge auf Wintersportler.

Auch besoffene Wintersport-Touristen werden von den Beamten vom Hang geholt.

Für die Sicherheit in den drei großen polnischen Skigebieten kurz hinter der Grenze sind derzeit 55 Beamte der Polizeikommandantur Wroclaw abgestellt. 14 von ihnen sind ausgebildete Skilehrer, jagen auf Brettern gekonnt Störenfriede und Diebe.

„Der James-Bond-Vergleich belustigt uns etwas. Ja, die Beamten sind auch bewaffnet. Aber uns geht es schlichtweg darum, Präsenz zu zeigen, zu helfen“, so Petrykowski. Als „First Responder“ („Helfer vor Ort“) soll die Pistenpolizei nämlich auch verunglückten Wintersortlern schnell erste Hilfe leisten.

Fotos: mauritius images, PCC Wroclaw


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