Pit Clausen wütend: So denkt er über die AfD

Bielefelds Bürgermeister Pit Clausen hält nichts von der AfD.
Bielefelds Bürgermeister Pit Clausen hält nichts von der AfD.  © DPA

Bielefeld - Alarmierend! Die rechtspopulistische Partei AfD gewinnt immer mehr Wähler. Das sieht auch Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen. Deshalb sagt er der Partei jetzt den Kampf an.

Denn die Partei unter Frauke Petrys Führung macht Clausen laut der Neuen Westfälischen wütend. Er will jetzt jeden seiner öffentlichen Auftritte nutzen, um über das Wahlprogramm aufzuklären.

"Man muss immer wieder thematisieren, was bei der AfD im Parteiprogramm steht", sagt er. Die "Talkerei" im Fernsehen gehe ihm auf den Senkel. Er ist mehr als sauer:

"Wenn die SPD sich trauen würde, die Abschaffung der Arbeitslosenversicherung zu fordern, die FDP das Rausgehen aus der EU fordern oder die CDU jegliche Unterstützung des Klimaschutzes abschaffen wollen würde, dann würden alle geschlachtet und gevierteilt aus dem Land gejagt werden."

Das seien tatsächlich Forderungen der AfD, aber niemand berichte darüber, prangert der Bürgermeister an. Es macht ihn nachdenklich, dass die Partei auf populistische Art und Weise Angst vor Überfremdung und Terror schürt.

"Wir wissen, dass es teilweise Teilnehmer einer organisierten Kriminalität gibt", sieht er ein. Trotzdem sei die Sicherheitslage in Bielefeld sehr gut. Die Stadt sei sogar eine der sichersten im gesamten Bundesgebiet, so Clausen.

Ein Grund dafür: "Wir gehen entschieden gegen Kriminalität vor." Trotzdem hat sich die Lage innerhalb der letzten drei Jahre verändert. Heute spielt das Thema Sicherheit eine viel größere Rolle als damals.

Auch über die Problemzonen in Bielefeld weiß Clausen Bescheid. Diskussionen über Videoüberwachung hält er trotzdem für rein theoretisch. Schließlich sei diese Maßnahme gesetzlich unzulässig.

Titelfoto: DPA


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