Ärzte müssen Kind holen, weil es im Bauch der Mutter blutet

Ryder kam mit einer vaskulären Anomalie auf die Welt.
Ryder kam mit einer vaskulären Anomalie auf die Welt.  © Screenshot/YouTube

Pittsburgh (England) - Ryder hatte es von Anfang nicht leicht: Er musste verfrüht per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, weil sein Gesicht im Mutterleib stark zu bluten anfing. Kurz darauf musste man ihn 20 Minuten lang wiederbeleben. Und auch jetzt, sieben Jahre später, kämpft der Kleine immer noch tapfer um sein Leben.

Dabei hatten die Ärzte eigentlich gedacht, dass er kurz nach seiner Geburt nur wenige Stunden überstehen würde. Ryder wurde mit einer spezifischen Form der vaskulären Anomalie, den sogenannten lymphatischen Malformationen, geboren.

Bei dem Jungen aus England ist sein Kopf, Gesicht, seine Zunge, Rachen, Rücken und Mediastinum betroffen. Ärzte mussten eine künstliche Trachea legen, damit Ryder überhaupt atmen konnte.

Weltweit leiden laut Metro etwa 50.000 Menschen unter der unheilbaren Krankheit. Die Betroffenen kämpfen mit Schwellungen, die lebensbedrohlich sein können.

Ryder leidet unter einer spezifischen Form der vaskulären Anomalie

Mittlerweile ist er sieben Jahre alt und hofft auf eine Operation, die alles verändern könnte.
Mittlerweile ist er sieben Jahre alt und hofft auf eine Operation, die alles verändern könnte.  © Screenshot/YouTube

Mit drei Jahren musste man Ryder routinemäßig die Mandeln entfernen. Danach entwickelte er allerdings Stenosen des Rachens, wodurch sich sein Hals stark verengte. Seitdem muss man bei ihm alle sechs Wochen die Kehle öffnen, damit er atmen, essen und kommunizieren kann.

Mittlerweile ist er sieben Jahre alt und hat bereits 150 chirurgische Eingriffe durchgemacht. Dabei wurden ihm Zysten entleert, Narbengewebe entfernt, seine Atemprobleme behandelt und seine Kehle geöffnet.

Nun hofft er auf eine bahnbrechende Operation, die alles verändern könnte. Der Eingriff könnte dem Jungen endlich ein Leben ohne künstliche Luftröhre und Magensonde erlauben. Seine Mutter erklärt: "Wir haben ja alle ein lymphatisches System, aber Ryders hat nie aufgehört zu wachsen. Er hat viele kleine flüssigkeitsgefüllte Säckchen."

Die Familie sammelt deshalb jetzt Geld, um die Behandlung bezahlen zu können. "Ryder wäre einer der ersten Menschen, die sich dieser Operation unterziehen. Wenn es funktioniert, könnte es auch die HNO-Medizin auf der ganzen Welt verändern", erklärt die 35-Jährige, die sich seit seiner Geburt ganztägig um ihren Sohn kümmert.

Natürlich bedeutet sein Aussehen viel Aufmerksamkeit von Menschen, die nicht wissen, unter welcher Krankheit Ryder leidet. "Aber er ist einfach großartig in der Öffentlichkeit. Er stellt sich jeder Person vor, die ihn anstarrt und ist nie unhöflich."

Titelfoto: Screenshot/YouTube


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