Mögliches Plagiat: Universität prüft Doktorarbeit von Familienministerin Giffey

Berlin - Wegen eines Plagiatsverdachts prüft die Freie Universität Berlin (FU) die Doktorarbeit von Familienministerin Franziska Giffey (40).

Franziska Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.
Franziska Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.  © dpa/Britta Pedersen

Die SPD-Politikerin hat die Hochschule selbst um diese Prüfung gebeten, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtete.

Die Universität erklärte, sie werde dieser Bitte nachkommen und "in Kürze ein entsprechendes Verfahren einleiten".

Giffey wies ein bewusstes Plagiat zurück: "Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst", sagte sie.

Dem Bericht zufolge untersuchen die Plagiatsjäger der Webseite VroniPlag Giffeys Arbeit. Gefunden hätten sie zahlreiche wörtliche oder sinngemäße Textübernahmen, die nicht gekennzeichnet seien.

"Nach meinem bisherigen Eindruck ist das ein ernstzunehmender Fall", sagte der Jurist und VroniPlag-Akteur Gerhard Dannemann dem Magazin.

Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema "Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft".

Von 2015 bis zu ihrem Wechsel in die Bundesregierung 2018 war Giffey Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Neukölln.

Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin,stellt bei einer Pressekonferenz im "ZukunftsHaus Wedding" das "Starke-Familien-Gesetz" vor, das Familien mit kleinen Einkommen stärken und Kinderarmut bekämpfen soll. (Archivbild)
Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin,stellt bei einer Pressekonferenz im "ZukunftsHaus Wedding" das "Starke-Familien-Gesetz" vor, das Familien mit kleinen Einkommen stärken und Kinderarmut bekämpfen soll. (Archivbild)

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