Plastikmüll im Meer hat schreckliche Auswirkungen auf deutsches Naturparadies

Helgoland - Plastik tötet auf Helgolands Vogelfelsen deutlich mehr Basstölpel und Trottellummen als angenommen.

Drei Basstölpel haben sich in Plastikmüll verfangen und sind daran gestorben. (Archivbild)
Drei Basstölpel haben sich in Plastikmüll verfangen und sind daran gestorben. (Archivbild)  © Ingo Wagner/dpa

"Wir haben wesentlich mehr verstrickte Tiere als wir dachten", sagte Elmar Ballstaedt der Deutschen Presse-Agentur.

Er untersucht seit Anfang des Jahres in einem wissenschaftlichen Projekt das Ausmaß der Plastikverschmutzung in der Helgoländer Basstölpelkolonie.

Bisher sei angenommen worden, dass sich über das Jahr 30 bis 40 Trottellummen verstricken.

Doch das sei falsch. "Ich hatte jetzt über 100." Auch bei den Basstölpeln verendeten mehr Tiere als angenommen.

Hier sei die Diskrepanz zu den Annahmen aber nicht ganz so hoch. Insgesamt starben dieses Jahr bisher rund 40 Basstölpel.

Auf Helgoland bauen fast alle Basstölpel - eine Hochseevogelart, die deutschlandweit nur hier brütet - Plastik in ihre Nester ein.

Dies ist auch eine Gefahr für andere Seevogelarten wie die Trottellummen, die dicht neben den Basstölpeln brüten.

Basstölpel sitzen auf ihren Nestern, in denen sie Plastikmüll eingearbeitet haben. (Archivbild)
Basstölpel sitzen auf ihren Nestern, in denen sie Plastikmüll eingearbeitet haben. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa
Trottellummen krallen sich auf dem Helgoländer Lummenfelsen in die Wand. (Archivbild)
Trottellummen krallen sich auf dem Helgoländer Lummenfelsen in die Wand. (Archivbild)  © Uwe Zucchi/dpa

Titelfoto: Montage: Ingo Wagner/dpa

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