Uns reicht's! Hessen sagt Plastikmüll den Kampf an

Frankfurt - Die Diskussion um die Reduzierung von Plastikmüll ist in Hessens Städten und Kommunen in vollem Gange.

In Darmstadt bleiben die Überreste einer nächtlichen Park-Party liegen.
In Darmstadt bleiben die Überreste einer nächtlichen Park-Party liegen.  © DPA

Vor allem den Einwegbechern mit Plastikdeckel für den Kaffee unterwegs sagen Städte und Initiativen den Kampf an.

So unterstützt etwa die Stadt Fulda die 2016 gestartete Aktion "BecherBonus" des hessischen Umweltministeriums, bei der Geschäfte einen Rabatt von mindestens 10 Cent gewähren, wenn Kunden ihr Heißgetränk in einen von ihnen mitgebrachten Mehrwegbecher füllen lassen.

Auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt ist schon jetzt laut der neuen Satzung die Verwendung von Geschirr und Besteck aus nachwachsenden Rohstoffen vorgeschrieben. In Hanau laufen derzeit die Vorbereitungen für komplett einwegplastikfreie große Stadtfeste.

Ein Runder Tisch berät in Frankfurt nach Angaben eines Sprechers der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) derzeit noch über die Einführung eines Mehrwegbecher-Pfandsystems. In der Mainmetropole gibt es ebenso wie in Gießen bereits die Möglichkeit, in einzelnen Läden verpackungsfrei einzukaufen.

In Deutschland wurden 2017 laut Zahlen der Verpackungsbranche knapp 4,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen produziert, knapp 100.000 Tonnen mehr als im Vorjahr.

In mehreren Frankfurter Geschäften kann man bereits kostenlos Trinkwasser abzapfen.
In mehreren Frankfurter Geschäften kann man bereits kostenlos Trinkwasser abzapfen.  © DPA

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