Für Modehäuser weltweit: Plauener Spitze gibt's jetzt auch voll Öko!

Plauen - Kleider machen Leute: Modebegeisterte tragen mittlerweile bevorzugt nachhaltig produzierte Klamotten.

Andreas Reinhardt (44), Geschäftsführer der Firma "Modespitze", begutachtet die hochwertigen Stickereien.
Andreas Reinhardt (44), Geschäftsführer der Firma "Modespitze", begutachtet die hochwertigen Stickereien.  © Kristin Schmidt

Ein Trend, den die Firma "Modespitze" aus Plauen früh erkannte und in ein neues Geschäftskonzept umwandelte: Der Betrieb für traditionelle Plauener Spitze setzt als einer der ersten Produzenten Deutschlands ausschließlich auf Bio-Baumwolle.

Bis vor wenigen Jahren war ökologische und fair gehandelte Kleidung noch ein Nischenprodukt, das es in wenigen Läden zu finden gab. Mittlerweile springen immer mehr Unternehmen auf den Nachhaltigkeits-Zug auf.

Die Firma "Modespitze" will auf diesem Gebiet eine Pionierrolle einnehmen. "Es hat uns drei Jahre gekostet, die Produktion mit den sehr schwierig zu verarbeitenden Naturmaterialien zum Laufen zu bringen", so Geschäftsführer Andreas Reinhardt (44).

"Früher wurde nur mit Naturfasern gearbeitet, später stieg man auf Polyester und Mischfasern um. Für uns hieß es nun: zurück zu den Anfängen."

Textilien müssen wirklich bio sein

Carolyn Kretzschmar (26) zeigt ein Oberteil aus feinster Bio-Spitze.
Carolyn Kretzschmar (26) zeigt ein Oberteil aus feinster Bio-Spitze.  © Kristin Schmidt

Bei der Herstellung wird auf gentechnisch veränderte Baumwolle verzichtet. Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden ist ebenfalls verboten. Zudem wird die Bio-Baumwolle ausschließlich per Hand geerntet.

Damit möchte die "Modespitze Plauen" zeigen, dass auch Kleidung nach den höchsten Standards in Bezug auf Schadstofffreiheit produziert werden kann.

"Das ist keine Selbstverständlichkeit", so Reinhardt. "Unser bisher gewonnener Kundenkreis wünscht sich komplett durch-zertifizierte Textilien, die man auch wirklich 'bio' nennen kann, ohne dabei unglaubwürdig zu sein."

Die aufwendigen Stickereien sind vor allem bei kleineren Mode-Labels aus aller Welt beliebt, die die traditionelle Spitze zu exquisiten Kreationen weiterverarbeiten.

Die verwendeten Materialien sind frei von jeglichen Schadstoffen.
Die verwendeten Materialien sind frei von jeglichen Schadstoffen.  © Kristin Schmidt

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