Panne am Riesenrad: Helfer bergen Gäste aus Gondel

Plauen - Dramatische Rettung beim Ostervolksfest auf dem Festplatz. Das Riesenrad hatte eine Panne, zwei Männer steckten in einer Gondel in 35 Meter Höhe fest. Ein Fall für die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr - die das Fest in Plauen für die Übung nutzte.

Höhenrettung auf dem Riesenrad: Steve Hertel erreicht gerade die Gondel.
Höhenrettung auf dem Riesenrad: Steve Hertel erreicht gerade die Gondel.  © Ellen Liebner

Die zwölf Männer der Höhenrettung kletterten schon die Göltzschtalbrücke runter oder seilten sich in Höhlen und Bergwerke ab.

Doch bei dieser Übung ging es aufwärts und richtig rund. Die Feuerwehr nutzte den ruhigen Rummel-Vormittag, setzte zwei Kameraden ins Riesenrad und ließ ihre Gondel bis zur höchsten Stelle aufsteigen. Dann kam die Meldung: Riesenrad lässt sich nicht mehr bewegen!

Drei Helfer legten ihre Ausrüstung an, kletterten am Karussell nach oben. Keine einfache Sache, erklärte der Chef der Truppe, Jörg Stöckel (54): "Die Kameraden mussten auf dem glatten Stahl Schritt für Schritt Haltepunkte für ihre Seile finden." Oben angekommen, legten sie den "ängstlichen Passagieren" dreifach gesicherte "Rettungswindeln" um. Dann mussten sie aus der Gondel steigen und wurden langsam, aber sicher abgeseilt.

Die Übung klappte wie am Schnürchen. Für die Höhenretter ein Muss, wie Jörg Stöckel verriet: "Wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Jeder Fehltritt kann einen tödlichen Absturz auslösen."

Nächstes Übungsziel der Höhenrettung: die 47-Meter-Staumauer der Talsperre Pöhl.

Schwankendes Abenteuer: Die Berufsfeuerwehr Plauen übte am Riesenrad.
Schwankendes Abenteuer: Die Berufsfeuerwehr Plauen übte am Riesenrad.  © Ellen Liebner
Abseilen aus 35 Metern: Die Höhenretter aus Plauen zeigten ihr ganzes Können auf dem Rummel.
Abseilen aus 35 Metern: Die Höhenretter aus Plauen zeigten ihr ganzes Können auf dem Rummel.  © Ellen Liebner

Mehr zum Thema Vogtland Nachrichten:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0