Großbrand mit zwei Toten: Mutmaßlicher Brandstifter in Haft

Das Feuer war am Montagvormittag in einer Dachgeschosswohnung in dem Mehrfamilienhaus ausgebrochen.
Das Feuer war am Montagvormittag in einer Dachgeschosswohnung in dem Mehrfamilienhaus ausgebrochen.  © Ellen Liebner

Plauen - Nur vier Tagen nach dem verheerenden Großbrand mit zwei Toten in Plauen (TAG24 berichtete), hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, stehe ein 26-jähriger Deutscher unter dringendem Tatverdacht. Ihm wird Brandstiftung mit Todesfolge zur Last gelegt.

"Die Ermittler der Kriminalpolizei hatten den 26-Jährigen gesucht, da er von einer Überlebenden des Brandes als vor dem Brand in der Dachgeschosswohnung aufenthältig beschrieben worden war und damit als wichtiger Zeuge in Betracht kam", so ein Polizeisprecher. Der 26-Jährige konnte dann im Raum Dresden ausfindig gemacht werden.

"Bei seinen Aussagen verstrickte er sich jedoch in Widersprüche, so dass sich ein Tatverdacht gegen ihn ergab, er neu belehrt und anschließend als Beschuldigter gehört wurde. Im Rahmen dieser Vernehmung räumte der junge Mann die Brandstiftung gegenüber den Beamten ein, so dass er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen wurde", teilte die Polizei mit. Als Motiv gab der Mann "zwischenmenschlichen Streitigkeiten" mit den Bewohnern der Wohnung an.

Am Freitag erließ die zuständige Haftrichterin Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an.

Das Feuer war am Montagvormittag im Dachgeschoss in einem Mehrfamilienhaus in der Dürerstraße ausgebrochen. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

Titelfoto: Ellen Liebner


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