Düstere Aussichten: Vosla streicht jede dritte Stelle

Mit der Erfindung der "neuen Glühbirne" machte Vosla in Plauen Furore. Jetzt 
entlässt die Firma 100 Mitarbeiter.
Mit der Erfindung der "neuen Glühbirne" machte Vosla in Plauen Furore. Jetzt entlässt die Firma 100 Mitarbeiter.  © Martin Reißmann

Plauen/Brand-Erbisdorf - Beim Speziallampenhersteller Vosla gehen die Lichter (teilweise) aus. Auf einer Betriebsversammlung teilte die Unternehmensleitung mit, dass 100 der rund 330 Mitarbeiter entlassen werden sollen.

Lampenhersteller Narva in Brand-Erbisdorf hingegen strahlt wieder heller. Nach einem Insolvenzverfahren in Eigenregie ab Herbst stimmten die Gläubiger im Februar einem Sanierungsplan zu.

Jetzt hob das zuständige Gericht die Insolvenz wieder auf. Allerdings mussten 250 von 370 Mitarbeitern die Sanierung mit Jobverlust bezahlen.

Die Narva-Geschäftsführung will mit den übrig gebliebenen 115 Mitarbeitern und einem neuen Plan durchstarten.

So habe die Firma die Entwicklung und Produktion traditioneller Lampen aufgegeben. Nach Angaben von Geschäftsführer Olaf Hansen konzentriere sich Narva künftig auf die Herstellung von Speziallampen für Solarien, LED-Lampen und Vakuumröhren für Solarthermie (Energie aus Sonnenlicht).

Ungewiss ist die Entwicklung bei Vosla in Plauen. Vor zwei Jahren gewann die Firma Preise für ihre Erfindung der "neuen Glühbirne" - mit LED-Glühfäden. Doch Ende 2016 hatte der im Haus regierende Finanzinvestor den Geschäftsführer Gerhard Liebscher überraschend entlassen.

Titelfoto: Martin Reißmann


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