Nach Ätz-Posting über Giuliana: PETA macht mit Ramona Schluss

Erst hat sich Ramona Bernhard (links) hämisch über das Playboy-Cover mit Giuliana Farfalla (rechts) geäußert, jetzt hat PETA die Zusammenarbeit beendet.
Erst hat sich Ramona Bernhard (links) hämisch über das Playboy-Cover mit Giuliana Farfalla (rechts) geäußert, jetzt hat PETA die Zusammenarbeit beendet.  © andreas rosar/MG RTL D/Arya Shirazi

Stuttgart - Nach Äußerungen über ein transsexuelles Model auf dem "Playboy"-Titelbild hat die Tierrechtsorganisation PETA die Zusammenarbeit mit Playmate Ramona Bernhard beendet.

Das berichtet die Bild-Zeitung. Demnach fegt über Bernhard ein Shitstorm in den sozialen Medien hinweg, seit sie sich über das "Playboy"-Cover mit Giuliana Farfalla lustig gemacht hat. In einem mittlerweile gelöschten Post auf Instagram schrieb Bernhard etwa von nackten "Männern mit gemachten Mumus".

Gegenüber dem Schwulenmagazin "Blu" äußerte sich die Tierrechtsorganisation PETA. Darin heißt es: "Wir stehen hinter Ramonas Aktionen für die Rechte der Tiere (...)." Jedoch: "Von ihren Worten bezüglich des Trans-Models auf dem Playboy-Cover distanzieren wir uns aber entschieden." PETA setze sich dafür ein, "tradierte Vorstellungen darüber, dass Tiere zum Nutzen des Menschen da sind, herauszufordern, zu erschüttern und abzuschaffen." PETA begrüße daher auch, wenn das Gleiche mit den Vorstellungen über Geschlechter geschehe.

"Blu" zitiert PETA-Vizepräsident Dan Mathews mit den Worten: "Wenn Hass auf ein Tier oder einen Schwulen losbricht, rührt er aus der gleichen menschlichen Emotion. Natürlich mit völlig verschiedenen Hintergründen, aber es ist die gleiche Ignoranz einer Mehrheitsgesellschaft gegenüber dem Fremden, dem Anderen. Das sind die gleichen Mechanismen, die gegen Schwule, Schwarze oder Frauen verwendet werden.“

Gegenüber der Bild äußerte sich Bernhard zu dem PETA-Aus. Sie finde es "traurig". „Denn ich stehe hinter der Arbeit und den Zielen der Organisation, habe in der Vergangenheit gerne viel Zeit und auch Geld dafür investiert“, zitiert das Springerblatt das Playmate.

Und weiter: „Wenn PETA nun meint, die Zusammenarbeit beenden zu müssen, ist das okay für mich. Somit haben die eben jemand weniger, sich für die Belange der Tiere einsetzt.“ Ramona Bernhard hatte etwa im vergangenen Oktober in Stuttgart gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen demonstriert.

Titelfoto: andreas rosar/MG RTL D/Arya Shirazi