Rückstände nachgewiesen! Wie bedenklich ist der Verzehr von Kartoffeln?

Rostock - In Deutschland ist die Kartoffelernte angelaufen. Die Knollen sind hierzulande ein beliebtes und vitaminreiches Lebensmittel. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen.

Die Kartoffelernte in Deutschland hat begonnen.
Die Kartoffelernte in Deutschland hat begonnen.  © DPA

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock hat Kartoffeln, die in Norddeutschland verkauft wurden, jetzt auf bedenkliche Rückstände getestet.

In den untersuchten Speisekartoffeln seien dabei Belastungen von Pflanzenschutzmitteln gefunden worden, teilte das Amt mit.

Von den 98 Proben aus dem In- und Ausland waren zwar 88 Prozent rückstandsfrei, in zwölf Prozent der Proben wurde aber Pflanzenschutzmittel nachgewiesen.

Die Werte hätten allerdings noch unterhalb der zulässigen Höchstgrenze gelegen. Zudem handle es sich bei den nachgewiesenen Wirkstoffen um im Gemüseanbau zugelassene Pflanzenschutzmittel.

Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will, sollte in Zukunft lieber zu Bio-Kartoffeln greifen: Hier wurden in den getesteten Proben keine Rückstände nachgewiesen.

Die untersuchten Kartoffeln stammten zu knapp 80 Prozent aus regionalem Anbau, davon 14 Prozent (11 Proben) aus ökologischem Anbau. Die restlichen Proben kamen aus dem europäischen Ausland und Ägypten.

Teilnehmer einer Protestaktion demonstrieren gegen Pflanzenschutzmittel. (Archivbild)
Teilnehmer einer Protestaktion demonstrieren gegen Pflanzenschutzmittel. (Archivbild)  © DPA

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