Greta Thunberg auf großer Segelto(rt)ur: "Man muss kreativ sein"

Plymouth – Die große Reise über den Atlantik beginnt: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist von Großbritannien aus in Richtung New York in See gestochen - und verrät ihren Weg zum Erfolg.

 Greta Thunberg winkt von Bord der Hochseejacht "Malizia".
Greta Thunberg winkt von Bord der Hochseejacht "Malizia".  © Ben Birchall/PA Wire/dpa

Gemeinsam mit den beiden Profiseglern Boris Herrmann aus dem niedersächsischen Oldenburg und Pierre Casiraghi legte die 16-Jährige am Mittwoch mit der Hochseejacht "Malizia" im englischen Plymouth ab.

An Bord befinden sich auch Thunbergs Vater Svante und der Filmemacher Nathan Grossman, der eine Dokumentation über die Tour plant. Die Reise dürfte rund zwei Wochen dauern.

Die Klimaaktivistin hält Kreativität für ihr Erfolgsrezept. "Am Anfang hat man meine Stimme nicht gehört. Ich habe es weiter versucht, bis ich meinen Weg gefunden hatte, damit man mir zuhört. Man muss kreativ sein", sagte die 16-Jährige zu Journalisten und Schaulustigen, kurz bevor sie an Bord ging.

Thunberg fliegt nicht, weil Flugreisen immense Mengen Treibhausgase ausstoßen. Deshalb hatte sie länger nach einer klimaschonenderen Alternative für die Reise nach Amerika gesucht, wo sie unter anderem im September am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen will.

Greta schuf Fridays for Future

Mit dabei sind auch Skipper Boris Herrmann (r), Profisegler Pierre Casiraghi (2.v.r.) und Gretas Vater Svante Thunberg.
Mit dabei sind auch Skipper Boris Herrmann (r), Profisegler Pierre Casiraghi (2.v.r.) und Gretas Vater Svante Thunberg.  © Wigglesworth/AP Pool/dpa

Ende Juli hatte Thunberg schließlich bekanntgegeben, mit der mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen ausgestatteten "Malizia" über den Atlantik reisen zu wollen.

Der Start von Thunbergs großer Reise fällt fast genau auf den Jahrestag des Beginns ihrer Protestaktion: Am 20. August 2018 hatte sich die damals 15-Jährige vor den Stockholmer Reichstag gesetzt, um eine beherztere Klimapolitik Schwedens sowie ein Einhalten der Pariser Klimaziele einzufordern. Aus der Protestaktion hat sich die internationale Klimaschutzbewegung Fridays for Future entwickelt.

Abertausende vor allem junge Menschen protestieren seit Monaten regelmäßig für mehr Klimaschutz. Auch in Deutschland gehen freitags viele Schüler und Studenten, aber auch Forscher und andere Anhänger nach dem Vorbild Thunbergs zum Klimaprotest auf die Straße.


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