Von 18-Kilo-Speer durchbohrt: Es ist ein Wunder, dass dieser Mann noch lebt

Pocatello (Idaho) - Der Amerikaner Justin Firth (43) hatte mehr als nur einen Schutzengel, als ihn bei Feldarbeiten ein riesiger Metallspieß durchbohrte.

Der riesige Zinken hatte sich durch den Oberkörper von Justin Firth gebohrt. Seine Spitze ragte aus dem Bauch hinaus.
Der riesige Zinken hatte sich durch den Oberkörper von Justin Firth gebohrt. Seine Spitze ragte aus dem Bauch hinaus.  © Screenshot YouTube/ East Idaho News

Der tragische Unfall ereignete sich bereits vor zwei Wochen. Seitdem liegt Firth im Krankenhaus. Dass er noch lebt, grenzt an ein Wunder. Als er damals auf einem Feld im US-Bundesstaat Idaho einen Zaun bauen wollte, passierte es.

Wie "East Idaho News" berichtet, löste sich ein 18 Kilo schwerer Zinken von einem Heuballen-Lader und krachte Richtung Boden. Dabei durchbohrte er Firths Oberkörper, drang durch den Rücken ein und kam am Bauch wieder heraus.

"Ich fühlte, wie mich etwas traf, und ich ging zu Boden", erinnert sich Firth. "Ich schaute auf, um herauszufinden, was passiert war, und ich (sah) den Zinken, der durch mich hindurch und in den Boden ragte. Ich hatte ziemliche Angst."

Er habe sich nicht mehr bewegen können, aber keine großen Schmerzen verspürt, erzählt der 43-Jährige weiter: "Ich habe kein Blut kommen sehen. Ich konnte nur etwas Feuchtigkeit auf meinem Rücken spüren." So bewahrte Firth die Ruhe und wartete auf Hilfe.

Die hatten seine Mitarbeiter bereits gerufen, genauso wie seine Frau Anny und den 14-jährigen Sohn. "Ein Polizist hielt mich an der Einfahrt an und sagte, dass Justin mich gebeten hatte, ihn nicht so zu sehen", blickt Anny zurück.

Das war auch besser so. Denn der 18-Kilo-Speer, der Firth aufgespießt hatte, hing noch an der Maschine und musste erst davon getrennt werden, um den Patienten in ein Krankenhaus fliegen zu können. Dort angekommen, kam es vor allem auf eine Sache an: Den Speer in seinem Radius nicht zu bewegen.

Denn nur ein paar Millimeter nach links oder rechts, hätte er lebenswichtige Organe treffen und Firth umbringen können. "Das Objekt hat sein Rückenmark, seine Aorta und die Verbindung zwischen Niere und Blase nur um einige Zentimeter verfehlt", erklärte Dr. Terrence Rager.

Er und sein Team konnten den Spieß erfolgreich entfernen. Lediglich Firths Dickdarm sei beschädigt worden, doch seine Langzeitsprognose sehe gut aus, so die Ärzte. Noch in dieser Woche soll er die Klinik verlassen können.

Firth ist erleichtert und dankbar: "Das hätte mich sofort umbringen können - auf die eine oder andere Weise. Es hätte meinen Schädel zertrümmern oder mich lähmen können."

Titelfoto: Screenshot YouTube/ East Idaho News


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