Kultfigur zerstört! Wer kennt die Moosmann-Killer?

Pöhl - Dreiste Diebe wollten in Pöhl offenbar eine lebensgroße Holzfigur stehlen. Besitzer Thomas Hergert (52) fand seinen Moosmann abgesägt neben dem Betonsockel vor. Die Weihnachtsfigur gilt im Vogtland als Kulturgut.

Schwerer, kultiger Moosmann: Beim Versuch, die lebensgroße Holzfigur aus Pöhl zu stehlen, haben sich Diebe offenbar überschätzt.
Schwerer, kultiger Moosmann: Beim Versuch, die lebensgroße Holzfigur aus Pöhl zu stehlen, haben sich Diebe offenbar überschätzt.  © privat

Da lag er, hilflos, oberhalb der Beine durchtrennt, mit dem Rücken im Schnee. Jahrelang stand "dr Moosmaa" vor der gleichnamigen Gaststätte im Ortsteil Neudörfel.

Nun wurde der Holzmann von Unbekannten eiskalt zersägt. "Ich komme nicht drüber weg", erzählt der ehemalige Gaststättenbetreiber Thomas Hergert. "Dr Moosmaa" galt als beliebtes Aushängeschild vor seinem Lokal.

Für rund 1000 Euro hat der Besitzer den Holzmann 2005 anfertigen lassen. 2,10 Meter groß und 200 Kilo schwer - da haben sich die Täter mit der Holzfigur wohl etwas verschätzt. Nachdem sie die Figur mit der Kettensäge von den Füßen holten, ließen sie sie links liegen. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von 1400 Euro.

Thomas Hergert will die Diebe unbedingt fassen. Er hat 500 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung führen, ausgesetzt. Sein Aufruf bei Facebook wurde mehr als 800-mal geteilt. "Ich vermute, dass die Täter tagsüber kamen und gestört wurden. Am Körper befinden sich Schnittspuren."

Aktuell befindet sich "dr Moosmaa" in Sicherheit. Er soll restauriert, jedoch nicht wieder an gleicher Stelle aufgestellt werden.

Wer zwischen Samstag 17.30 Uhr und Sonntag 11 Uhr nahe der Gaststätte in der Siedlung Neudörfel etwas gesehen hat, kann unter 03741/140 Hinweise bei der Polizei Plauen einreichen.

Besitzer und Ex-Wirt Thomas Hergert (52) ist untröstlich. Er will die Diebe schnappen und hat dafür eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.
Besitzer und Ex-Wirt Thomas Hergert (52) ist untröstlich. Er will die Diebe schnappen und hat dafür eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.  © privat

Titelfoto: privat

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