Linke hacken AfD-Whatsapp-Gruppe und machen diese öffentlich

Normales Bild: André Poggenburg mit seinem Smartphone.
Normales Bild: André Poggenburg mit seinem Smartphone.  © DPA

Magdeburg - Derzeit ist im Netz zu lesen, was die AfD-Funktionäre in Sachsen-Anhalt so denken. Auf einer linken Plattform landeten Tausende Nachrichten einer Whatsapp-Gruppe.

"Deutschland den Deutschen!" dazu ein schöner Zwinkersmiley. Eigentlich sollte ja so etwas eher privat bleiben, gerade wenn man Spitzenpolitiker ist. Das dachte sich wahrscheinlich auch André Poggenburg, Fraktions-Chef der AfD in Sachsen-Anhalt.

Doch nun gelangten mehr als 8000 Beiträge aus der Whatsapp-Gruppe "AfD Info LSA" an die Öffentlichkeit. Auf der linken Website Indymedia tauchte das Leak-Dokument auf. Rund 200 Mitglieder seien in der Gruppe vertreten. "Vom erfahrenen Hasen bis zum jungen Blut", sagte Bundestagskandidat Andreas Mrosek gegenüber der Berliner Morgenpost. Er könne jedoch nicht ausschließen, dass einige Passagen verändert wurden. Es gebe einen oder mehrere "Maulwürfe".

Ein Kreisvorsitzender mahnt, dass die Gruppe fast öffentlich sei und man "vorsichtiger agieren solle". Poggenburg unbeeindruckt davon schreibt auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung "Deutschland den Deutschen" und hängt den Zwinkersmiley dran. Genau wegen so eines Postings wurde in Mecklenburg-Vorpommern ein AfD-Funktionär abgemahnt. Bei ihm fehlte jedoch der Zwinkersmiley.

Poggenburg erklärte kurz darauf in einer Stellungnahme, dass er dazu voll und ganz stehe. "Selbstverständlich sollte ein Land denen ,gehören', die dort lange ansässig sind, die über Jahrzehnte oder sogar viele Generationen dort Wurzeln geschlagen und sich in den Staat eingebracht haben."

Die Gruppe gibt es auch weiterhin. Da es keinen Sinn mache, eine neue zu gründen. Der oder die Maulwürfe seien weiterhin unerkannt.


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