Denise Herrmann steht ungewollt "übelst im Mittelpunkt"

Pokljuka - Eigentlich ist Denise Herrmann keine Frau, die "übelst im Mittelpunkt stehen" will. Die Biathletin schätzt Ruhe und Abgeschiedenheit, drängt sich nirgends in den Vordergrund. Für ihre geliebte Großmutter macht die Oberwiesenthalerin jedoch gern eine Ausnahme - und forciert auch deshalb die Aktivität in den Sozialen Netzwerken.

Um zu siegen, muss Denise Herrmann am Donnerstag nicht nur alle Scheiben treffen, sie braucht auch Glück mit dem Wetter. Das Rennen der Männer fiel am Mittwoch wegen Nebels aus und wurde auf Donnerstag 10.15 Uhr verlegt.
Um zu siegen, muss Denise Herrmann am Donnerstag nicht nur alle Scheiben treffen, sie braucht auch Glück mit dem Wetter. Das Rennen der Männer fiel am Mittwoch wegen Nebels aus und wurde auf Donnerstag 10.15 Uhr verlegt.  © DPA

"Ich habe das Glück, an tollen Orten zu sein", sagte Herrmann, "und meine Oma schaut da auch drauf. Sie will wissen, wie es mir geht."

In diesen Tagen muss Großmutter Christine jedoch gar nicht das Handy zücken und die vielen Einträge ihrer Enkelin verfolgen, um ganz genau Bescheid zu wissen.

Am Donnerstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) steht im slowenischen Pokljuka schließlich das erste Einzelrennen der Weltcup-Saison an, in der Herrmann zumindest bis zur Rückkehr von Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier im Fokus stehen wird.

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Dank ihrer gewaltigen Stärke in der Loipe gehört die ehemalige Langläuferin vor jedem Rennen zum Kreis der Favoritinnen - sie muss eben nur alle Scheiben abräumen. "Wenn ich keine Fehler schieße", sagte Herrmann selbstbewusst, "dann weiß ich genau, auf welchen Platz ich laufe".

Zweimal war ihr das bislang in der jungen Karriere als Skijägerin gelungen, die damaligen Umstände dürfen durchaus als gutes Omen gedeutet werden.

Auf kurze und lange Sicht. Denn Herrmann feierte beide Siege im vergangenen Jahr in Östersund, wo 2019 die WM stattfinden wird. Und bei beiden Erfolgen fehlte die Nummer eins.

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