Schwer kranker Hund wird in Wildnis aus Auto geschmissen

Polen - Wie herzlos Menschen sein können! In Polen hat ein Unbekannter einen schwer kranken, schutzlosen Hund mitten in der Wildnis wie Müll entsorgt.

Wahrscheinlich wurde Igor von seinem früheren Besitzer misshandelt und geschlagen.
Wahrscheinlich wurde Igor von seinem früheren Besitzer misshandelt und geschlagen.  © Screenshot Facebook/Marta Zaniewska Dopierała‎

Man kann es kaum fassen, was dieser süßen, flauschigen Kugel angetan wurde! Igor, ein etwa ein Jahr alter Tibetmastiff, geriet leider an einen besonders verantwortungslosen Besitzer, der das arme Tier irgendwann einfach aus dem Auto geschmissen hatte.

Wie das polnische Nachrichtenportal "Interia" berichtet, wurde das Hündchen in der Nähe einer Straße gefunden, weit weg von von der nächsten Siedlung. Er lag knurrend im Sand und ließ niemanden an sich ran. Wollte man sich ihm nähern, wurde er aggressiv.

Zu Hilfe gerufenen Tierschützern gelang es aber, ihn mit einem leichten Medikament ruhig zu stellen und in ein Tierheim zu bringen.

Zum Glück hatte Igor bald einen guten Draht zu den Mitarbeitern und fühlte sich in ihrer Gegenwart sehr wohl. Und irgendwann trat Marta Zaniewska-Dopierała in sein Leben...

Die Tierschutzaktivistin erfuhr von dem Hund und wusste sofort, dass er besondere Hilfe brauchte. Ihre langjährige Erfahrung sagte ihr, dass sein Schicksal besiegelt wäre, wenn sie sich nicht um ihn kümmern würde.

Am nächsten Tag wurde Igor in ein kleines Hotel gebracht, wo er unter Anleitung eines professionellen Hundetrainers neue Kräfte sammeln sollte. Doch stattdessen kam eine schreckliche Wahrheit ans Licht...

Ist Igor in einem kleinen Käfig aufgewachsen?

Igors Pfoten sind verletzt, deshalb ist sein Gang sehr träge und lahm.
Igors Pfoten sind verletzt, deshalb ist sein Gang sehr träge und lahm.  © Screenshot zrzutka.pl

Es stellte sich nämlich heraus, dass Igors Aggressionen nicht auf Angst beruhten. Er war auch kein schwieriger Charakter. Seine Aggressivität war das Ergebnis von schrecklichen Schmerzen, die er die ganze Zeit hatte!

So wollte er nach dem Aufwachen nicht aufstehen und ging erst nach gutem Zureden ein paar Schritte, bevor er wieder umfiel.

Eine Untersuchung beim Tierarzt ergab, dass der Hund offenbar durch körperliche Gewalt schwer verletzt worden war.

Außerdem deuten sein extremes Übergewicht und sein insgesamt kritischer Zustand auf längeren Bewegungsmangel hin. Möglich ist, dass er immer nur in einem kleinen Käfig gelebt hatte.

Das alles sind auch genügend Beweise dafür, dass Igor nicht von zu Hause weggelaufen ist, sondern kaltblütig ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen wurde!

Teure Behandlung: Spendensammelaktion gestartet

Doch seit er behandelt wird, hat er sich komplett verändert! Er ist ein sanftmütiges Wesen, das Menschen liebt und sie ständig umarmen möchte. Er mag Berührungen und sehnt sich nach Liebe. Aber soald er alleine ist, weint er und bettelt, dass jemand bei ihm bleibt.

Leider reichen bei Igor eine warme Ecke, Futter und Streicheleinheiten inzwischen nicht mehr aus, denn die Liste seiner Krankheiten ist lang. Vor allem müssen seine Muskeln neu aufgebaut werden.

Weil die Kosten für seine Behandlung sehr hoch und Medikamente teuer sind, hat Marta Zaniewska-Dopierała, die sich inzwischen um den Vierbeiner kümmert, eine Spendensammelaktion für Igor ins Leben gerufen. Hoffentlich hilft ihm all das, bald ein normales Leben zu führen.

Titelfoto: Screenshot Facebook/Marta Zaniewska Dopierała‎

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