Crew betrunken! Russisches Schiff kommt vom Kurs ab und steuert auf Polen zu

Gdańsk - Ein russischer Stückgutfrachter ist am Wochenende von seinem Kurs abgewichen und auf die polnische Stadt Gdańsk (Danzig) zugesteuert. An Bord hat es demnach mächtig geschaukelt - und zwar in den Köpfen mehrerer Crew-Mitglieder, die offenbar Alkohol getrunken und davon ziemlich einen sitzen hatten.

Seit 1994 hat Sobieszewo den Status einer ökologischen Insel - mit einem besonderen Klima und viel Achtsamkeit für Umwelt und Natur.
Seit 1994 hat Sobieszewo den Status einer ökologischen Insel - mit einem besonderen Klima und viel Achtsamkeit für Umwelt und Natur.  © 123rf.com/patrykkosmider

An Bord der MS Ruslana habe am Samstag gegen 4 Uhr morgens niemand mehr die Funkrufe beantwortet, als das Schiff - von der litauischen Hafenstadt Klaipėda aus - im Fahrwasser in Richtung der Insel Sobieszewo steuerte, berichtet das polnische Nachrichtenportal PolsatNews.

Die Halbinsel Sobieszewo ist ein Stadtteil von Gdańsk und etwa 15 Kilometer vom Zentrum entfernt.

Das Schiff unter russischer Flagge fuhr demnach mit einer Geschwindigkeit von etwa elf Knoten direkt auf den Strand zu.

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"Keiner reagierte auf Anrufe des polnischen Rettungsfunks. Wir haben den Grenzschutz über das unnatürliche Verhalten informiert", sagte die Sprecherin vom Seeamt, Magdalena Kierzkowska.

Offiziere des Kaschubischen Grenzschutzgeschwaders griffen schließlich ein und konnten im letzten Moment verhindern, dass das Schiff auf Grund lief!

Grenzwächter überprüften die Situation an Bord

Laut PortalMorski.pl machte die MS Ruslana in etwa einem Kilometer Entfernung vom Ufer noch eine scharfe Drehung von über 180 Grad, bevor sie wieder etwas abtrieb. Die Grenzwächter begaben sich umgehend zu dem Schiff und überprüften die Situation an Bord, bevor sie es in den Hafen von Gdańsk begleiteten.

Wie sich herausstellte, waren der Kapitän und zwei Offiziere betrunken: Der Kapitän hatte fast ein Promille intus, die Offiziere jeweils etwa 1,5 Promille.

Derzeit liege das Schiff noch immer am Ankerplatz im Hafen von Gdańsk. Der Vorfall werde vom Inspektor des Seeamtes Gdynia untersucht, dabei erhalte er Unterstützung von Offizieren der Kaschubischen Grenzschutzdivision, sagte der Pressesprecher der Seefahrtsabteilung des Grenzschutzes in Gdańsk, Andrzej Juźwiak,

Weitere Entscheidungen werden nach einer erneuten Überprüfung getroffen.

Titelfoto: 123rf.com/patrykkosmider

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