In der "Obhut" des Nachbarn: Kind (1) brutal vergewaltigt

Koszalin - In Polen steht derzeit ein ehemaliger Soldat (33) vor Gericht. Der Angeklagte wird beschuldigt, ein 13 Monate altes Kind brutal vergewaltigt zu haben.

In Polen gaben die Eltern eines Mädchens (1) ihre Tochter in die Obhut eines Nachbarn. Der 33-Jährige missbrauchte das Mädchen sexuell. (Symbolbild).
In Polen gaben die Eltern eines Mädchens (1) ihre Tochter in die Obhut eines Nachbarn. Der 33-Jährige missbrauchte das Mädchen sexuell. (Symbolbild).  © 123rf.com/Alexander Sorokopud

Das grausame Verbrechen geschah im September 2019 in einem Wohnblock in der polnischen Kleinstadt Szczecinek (TAG24 berichtete). Die Eltern eines Mädchens (1) ließen ihre Kleine nur kurz in der Obhut ihrer Nachbarn Łukasz und Kinga K. 

Nachdem die Ehefrau von K. für eine Weile die Wohnung verlassen hatte, um einkaufen zu gehen, verging sich der 33-Jährige an der gerade mal Einjährigen. Und das auf besonders abscheuliche Weise. Ein Arzt diagnostizierte später schwere Dammverletzungen bei dem kleinen Mädchen.

Nun begann hinter verschlossenen Türen des Bezirksgerichts in Koszalin der Prozess gegen Łukasz K., der seit seiner Festnahme im Gefängnis sitzt.

Bislang sei er nicht vorbestraft gewesen und habe sich auch nie etwas zu Schulden kommen lassen, berichtet die polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Bereits während der Ermittlungen bekannte sich der mutmaßliche Täter schuldig. Bis er plötzlich erklärte, dass er nicht wisse, woher die Verletzungen des Mädchens stammten. "Ich weiß nicht, was passiert ist", sagte er.

Zu Prozessbeginn präsentierte der Angeklagte schließlich eine dritte Version. Demnach übernahm  Łukasz K. eine Teilschuld. Weitere Details aus seiner Erklärung hat die Staatsanwaltschaft bislang nicht öffentlich gemacht. 

Dem Angeklagten droht eine hohe Haftstrafe

Auch die Ehefrau, Kinga K., wurde zunächst angeklagt, weil sie das Kind einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt habe, so die Begründung. Gegen sie wurden die Ermittlungen inzwischen eingestellt.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen bei dem Kleinkind und dem damit verbundenen Leid stufte die Staatsanwaltschaft das Verbrechen als Vergewaltigung mit besonderer Grausamkeit ein. Łukasz K. droht eine Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren.

Titelfoto: 123rf.com/Alexander Sorokopud

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