Mann besorgt Freundin Abtreibungspillen im Internet: Wirkung ist stärker als gedacht

Konin (Polen) - Eine Frau (19) in Polen, die bereits im dritten Monat schwanger war, wollte ihr Baby plötzlich nicht mehr bekommen. Deshalb bat sie ihren damaligen Freund (35), für sie im Internet ein Abtreibungsmedikament zu bestellen.

Die Frau wollte mithilfe der Abtreibungspillen ihre Schwangerschaft beenden. (Symbolbild)
Die Frau wollte mithilfe der Abtreibungspillen ihre Schwangerschaft beenden. (Symbolbild)  © 123rf.com/Antonio Diaz

Wie das polnische Nachrichtenportal "PolsatNews" berichtet, sei Martyna W. zunächst sehr zufrieden mit ihrer Schwangerschaft gewesen. Doch im November 2019 kamen ihr Zweifel und mit einem Mal fühlte sie sich noch nicht bereit, Mutter zu werden.

Also bat sie ihren Partner, Robert L., der in der Gemeinde Orchowo lebte, ihr online Abtreibungspillen zu bestellen, denn mit 19 Jahren ist sie in Polen noch minderjährig und war damit zur Tatzeit nicht geschäftsfähig.

Nachdem die Tabletten geliefert wurden, habe sie vier Stück davon genommen und wurde kurz darauf mit Magenschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Teenager erlitt infolge der viel zu starken Wirkung eine Fehlgeburt.

Der Fall endete vor Gericht!

Abtreibung: Bezirksgericht verurteilt Freund der schwangeren Jugendlichen

Am Mittwoch verurteilte das Bezirksgericht in Konin Robert L. zu sechs Monaten Gefängnis, weil er seiner damaligen Freundin geholfen hatte, die Schwangerschaft zu beenden.

Der Abbruch erfolgte zwar mit Zustimmung der Frau, doch der 35-Jährige verstieß damit gegen das in Polen geltende und sehr strenge Abtreibungsverbot.

Titelfoto: 123rf.com/Antonio Diaz

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