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Politik-Professor meint: Eine wirkliche Alternative gibt es nicht

Politik-Professor Hans Vorländer zur Zukunft der Parteien.

Von Antje Ullrich

Wer ist dafür? Parteiversammlungen verzetteln sich oft an Belanglosigkeiten - große Politik entscheidet sich da selten.
Wer ist dafür? Parteiversammlungen verzetteln sich oft an Belanglosigkeiten - große Politik entscheidet sich da selten.

Dresden - Sind Parteien in Zeiten der Politikverdrossenheit ein Auslaufmodell? Fakt ist: Die großen Parteien verlieren auch in Sachsen kontinuierlich an Mitgliedern. Wie ist die aktuelle Lage? 

Wir haben in den Zentren der Macht nachgefragt. Wie sich die Parteien künftig verändern müssen, verrät im Interview Professor Hans Vorländer (62), der am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte inne hat. 

Tag24: Herr Vorländer, bei allen großen Parteien sinken die Mitgliederzahlen. Liegt das an der allgemeinen Politikverdrossenheit?

Prof. Hans Vorländer: Nein, das liegt daran, dass sich das Beteiligungsverhalten der Bürger geändert hat. Sie organisieren sich anders, vor allem in „Ad hoc“-Initiativen wie Protestgemeinschaften, Bürger- oder Nachbarinitiativen. Sie binden sich nicht mehr so stark in langfristigen Engagements. Ein Nachteil für Parteien, wo man sich in der Regel auf lange Zeit verpflichtet.

TAG24: Gibt es weitere Gründe?

Prof. Hans Vorländer: Man muss natürlich für Ostdeutschland zwei Dinge festhalten. Einmal ist generell die Bindung an Parteien geringer ausgeprägt. Denn es gab keine großen Stammwählerschaften. Zweitens hat es hohe Mitgliedschaftszahlen in den Ostparteien gegeben, die zu DDR-Zeiten bestanden und die dann unter anderem Namen oder in neuen Verbindungen fortexistiert haben. So hat es bei der SED über PDS bis zur Linken am Anfang einen hohen Anteil gegeben. Genauso bei CDU oder FDP. Dort sehen die Verluste über die letzten beiden Jahrzehnte besonders dramatisch aus.

TAG24: Die AfD hingegen erstarkt...

Prof. Hans Vorländer: Die AfD ist eine neue Partei. Sie saugt den Protest an und gewinnt deshalb Mitglieder, die sich bisher von Parteien fern gehalten haben oder von anderen Parteien enttäuscht sind.

Trotz Mitgliederschwund: Ohne Parteien geht es in Deutschland nicht, glaubt Politikwissenschaftler Prof. Hans Vorländer (62).
Trotz Mitgliederschwund: Ohne Parteien geht es in Deutschland nicht, glaubt Politikwissenschaftler Prof. Hans Vorländer (62).

TAG24: Was müssen Parteien tun, um wieder attraktiver zu werden?

Prof. Hans Vorländer: Ich bin relativ skeptisch, dass sich der Trend umkehren lässt. Aber Parteien müssen interessante Politikangebote machen und zu Formen offenerer Mitgliedschaften kommen. Das heißt, sie müssen versuchen, den Bürger teilhaben zu lassen, ohne dass er von vorn herein Vollmitglied ist. Über solche Schnuppermitgliedschaften könnten sich vielleicht auch langfristige Bindungen ergeben.

TAG24: Wenn es keine Trendwende geben wird, sind Parteien dann ein Auslaufmodell?

Prof. Hans Vorländer: Generell sind Parteien kein Auslaufmodell, weil wir keine besseren Mittel haben, um unterschiedliche Vorstellungen oder Interessen zu bündeln. Außerdem sind Parteien gut, um Personal für verantwortliche Positionen zu rekrutieren. Insofern gibt es keine wirkliche Alternative. Aber Parteien, wie wir sie früher kannten, vor allem als Weltanschauungsparteien mit hohen Mitgliedschaften, werden sich mehr und mehr zu eher lockeren Bündnissen von unterschiedlichen Gruppierungen wandeln.

TAG24: Politik wird über Parteien gemacht, die immer weniger Zustimmung genießen. Verlieren sie damit die Legitimation, über die große Masse zu regieren?

Prof. Hans Vorländer: Regierungen sind keine Parteien, sondern sie bilden sich durch Fraktionen von Abgeordneten, die gewählt werden. Insofern sind Parteien nur Vermittlungsinstanzen zwischen dem Bürger und der politischen Entscheidungsebene. Entscheidend sind Wahlen. Diese legitimieren Parlamente und Regierungen, für die Bürger Entscheidungen zu treffen.

TAG24: Weniger Mitglieder heißt weniger Konkurrenz. Wäre jetzt der richtige Zeitpunkt in eine Partei einzusteigen, um schnell Karriere zu machen?

Prof. Hans Vorländer: Es ist immer ein guter Zeitpunkt, in eine Partei zu gehen, um dort seine Vorstellungen mit anderen zu formulieren und diese versuchen durchzusetzen. Und es ist nach wie vor hilfreich, um im Bereich der Politik Karriere zu machen. Man muss nur wissen, dass es mitunter mühsam ist. Aber die Demokratie ist mühsam und ein komplexer Prozess, der viel Zeit braucht. Und diese Zeit muss man in Parteien auch investieren. Man kann nicht immer davon ausgehen, dass man zum Senkrechtstarter wird. Heute eintreten und morgen schon Bundeskanzlerin - das sind falsche Vorstellungen.

Interview: Antje Ullrich

Fotos: DPA, Steffen Füssel

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