Sozialdemokraten überraschen mit Spitzenkandidat für Europawahl

Kiel - Überraschung bei der Nord-SPD: Die Sozialdemokraten haben den Lübecker Enrico Kreft als Spitzenkandidat der Landesliste für die Europawahl im kommenden Mai nominiert.

Enrico Kreft von der Nord-SPD geht als Spitzenkandidat in die Europawahl.
Enrico Kreft von der Nord-SPD geht als Spitzenkandidat in die Europawahl.  © DPA

Kreft setzte sich am Samstag auf einem Parteitag in Kiel im zweiten Wahlgang gegen die vom Landesvorstand vorgeschlagene Juso-Bundesvorsitzende Delara Burkhardt.

Der 40 Jahre alte Kreft - Beisitzer im Landesvorstand - erhielt dabei 100 Stimmen, die 26 Jahre alte Burkhardt kam auf 89.

Kreft will sich im Europäischen Parlament für eine gerechte Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie eine faire Handelspolitik einsetzen. "Ich gehe mit sehr viel Optimismus und Engagement in den Wahlkampf", sagte Kreft. Die Wahl sei keinesfalls ein Zeichen von Zerissenheit in der Nord-SPD gewesen. "Es gab zwei gute Kandidaten im zweiten Wahlgang."

Er freue sich darüber, dass die Parteimitglieder anderen Dingen gefolgt seien und nicht dem Votum des Landesvorstands. Diesem gehört der Verlagsangestellte als Beisitzer selbst an.

Zu Krefts Vertreter im sogenannten Huckepack-Verfahren, falls der Spitzenkandidat aus dem Parlament ausscheidet, wählte die Partie den Husumer Marc Timmer.

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