Kommt das Beben in den USA? Wird Trump als Präsident abgesetzt?

Trump geriet zuletzt aufgrund der Russland-Affäre immer mehr in Kritik.
Trump geriet zuletzt aufgrund der Russland-Affäre immer mehr in Kritik.  © DPA

Washington - Erleben die USA in den kommenden Wochen und Monaten ein politisches Beben? Laut eines Berichts von CNN bereiten sich die Anwälte im Weißen Haus darauf vor, dass demnächst ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump (70) eingeleitet wird.

Der Sender beruft sich dabei auf zwei Quellen. So sollen in den vergangenen Wochen die Anwälte von Trump Experten eingeladen haben, die darüber Auskunft geben können, wie ein solches Verfahren von statten geht.

Normal sei das nicht, denn bislang mussten sich die Anwälte der Vorgänger von Trump sich mit sowas nicht beschäftigen. Was gegen das Verfahren spricht ist die Tatsache, dass Trump die Republikaner im Senat offenbar noch hinter sich hat und die Demokraten wohl noch nicht beabsichtigen, ein solches Verfahren einzuleiten.

Allerdings hat Trump schwer an Rückhalt in der Bevölkerung verloren, viele - vor allem Republikaner - sind von ihm und seiner Politik enttäuscht.

Sind die Tage von Donald Trump bald gezählt?
Sind die Tage von Donald Trump bald gezählt?  © DPA

Zuletzt stand Trump im Fokus der "Russland-Affäre". Der von Trump gefeuerte FBI-Chef James Comey erklärte sich zu einer Aussage im Geheimdienstausschuss des US-Senats bereit. Zugleich enthüllten zwei Zeitungen schwere Vorwürfe gegen den Republikaner.

Trump hatte Comey in der vergangenen Woche überraschend gefeuert. Er sieht sich deswegen Vorwürfen ausgesetzt, er habe Einfluss auf die Russland-Ermittlungen des FBI ausüben wollen. In der Untersuchung geht es um die Frage, ob es Absprachen mit Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam und Moskau gab. Hintergrund sind die mutmaßlich russischen Hackerangriffe auf Computer der Demokraten während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr.

Nach einem Bericht der "New York Times" soll Trump bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gesagt haben, der Rauswurf von Comey habe Druck aus den Ermittlungen genommen. Über Comey sagte Trump der Zeitung zufolge: "Er war verrückt, ein echter Spinner. Ich habe wegen Russland einen großen Druck verspürt. Der ist jetzt weg."

Die "Washington Post" veröffentlichte zur selben Zeit einen Bericht, wonach bei der FBI-Untersuchung nun auch ein enger Mitarbeiter Trumps aus dem Weißen Haus als "Person von Interesse" betrachtet werde.

Der Sender CNN meldete, Vertreter der russischen Regierung hätten während des Wahlkampfes damit geprahlt, sie hätten eine enge Beziehung zu Trumps Berater Michael Flynn aufgebaut, und könnten über ihn möglicherweise Einfluss auf Trump ausüben. Die Bemerkungen hätten Geheimdienstmitarbeiter zutiefst beunruhigt, berichtete der Sender unter Berufung auf gegenwärtige und frühere Regierungsmitarbeiter.

Trumps erste Auslandsreise nach Saudi-Arabien steht wegen der Affäre unter sehr großer Aufmerksamkeit. Zugleich wird mit Spannung erwartet, wie der Präsident die Auftritte auf internationalem Parkett meistert.


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