Attacken gegen Polizei und Feuerwehr: Dieser Innenminister fordert "Knast" als Strafe

Wiesbaden - Nach der Stein-Attacke auf Einsatzkräfte im südhessischen Dietzenbach hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) härtere Strafen gefordert. 

Die Montage zeigt rechts Peter Beuth (CDU), den Innenminister von Hessen.
Die Montage zeigt rechts Peter Beuth (CDU), den Innenminister von Hessen.  © Montage: Boris Roessle/dpa, Boris Roessler/dpa

Wer Einsatzkräften auflauere, um sie anzugreifen, solle mindestens eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bekommen, forderte er in Wiesbaden und kündigte an, das Thema bei der Innenministerkonferenz in Erfurt diese Woche anzusprechen.

"Diejenigen, die uns allen bei Notlagen zur Hilfe kommen und tagtäglich für die Einhaltung unserer Gesetze sorgen, verdienen es, dass heimtückische Attacken gegen sie hart bestraft werden", erklärte Beuth.

Der arglistige Hinterhalt auf Polizisten und Feuerwehrleute in Dietzenbach Ende Mai stehe für ein neues Ausmaß an Heimtücke und Gewalt. "Diese Tat muss ein Weckruf sein."

Bei dem Treffen der Innenminister wolle er zudem seine Forderung nach einer generellen Mindestfreiheitsstrafe von sechs Monaten bei tätlichen Angriffen gegen Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte erneuern, kündigte Beuth an.

Diese Forderung bezieht sich auf alle Angriffe – also nicht zwangsläufig aus dem Hinterhalt oder mit Auflauern.

Peter Beuth: "Wer Einsatzkräfte angreift, geht in den Knast"

Zwar habe der Bundestag 2017 beschlossen, dass Übergriffe auf Vollstreckungsbeamte, aber auch auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte früher registriert und härter bestraft werden. Seither drohen zum Beispiel nach Angriffen auf Polizisten bei Befragungen und Unfallaufnahmen oder auf Feuerwehrmänner den Tätern Freiheitsstrafen von mindestens drei Monaten.

"Wer gegenüber Einsatzkräften tätlich wird, darf nicht mit einer Geldstrafe davonkommen", kritisierte Beuth. "Dies ist leider mit der aktuellen Mindeststrafe von drei Monaten noch allzu häufig der Fall."

Erst ab einer Mindeststrafe von sechs Monaten sei unmissverständlich klar: "Wer Einsatzkräfte angreift, geht in den Knast."

Titelfoto: Montage: Boris Roessle/dpa, Boris Roessler/dpa

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