Bürgermeister wirft Bundesregierung Lügen und Verrat vor: Nun drohen Konsequenzen

Bad Lobenstein - Für Bad Lobensteins Bürgermeister Thomas Weigelt (parteilos) wird es eng. Nach kritischen Äußerungen gegenüber der Bundesregierung wurde ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.

Die Rechtsaufsichtsbehörde des Saale-Orla-Kreises prüft, ob sich Bad Lobensteins Bürgermeister gesetzeskonform verhalten hat.
Die Rechtsaufsichtsbehörde des Saale-Orla-Kreises prüft, ob sich Bad Lobensteins Bürgermeister gesetzeskonform verhalten hat.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Sprecher des Landratsamtes hatte gegenüber dem "MDR" mitgeteilt, dass die Rechtsaufsichtsbehörde des Saale-Orla-Kreises derzeit prüft, ob der Bürgermeister gegen seinen Amtseid verstoßen hat.

Was war passiert? Weigelt war ins Scheinwerferlicht geraten, weil er der Bundesregierung über Social Media Lügen und Verrat vorgeworfen haben soll.

Konkret ging es dabei laut einem Bericht des MDR um die steigenden Energiepreise. Demnach schrieb der parteilose Politiker, dass die in die Höhe schießenden Energiekosten in keinem Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stünden.

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Im weiteren Verlauf des Facebook-Postings soll Weigelt von einer "systematischen Ausplünderung des Volkes durch die Regierung" gesprochen haben und schrieb obendrein, die Bundesregierung habe "ihr Volk verraten", so die Vorwürfe.

Gegenüber der Rechtsaufsichtsbehörde hatte Weigelt erklärt, sich an eine solche Textpassage nicht erinnern zu können. Anfang Mai debattierte der Bad Lobensteiner Stadtrat, wie es mit dem Politiker weitergehen soll.

Die finale Entscheidung wird am 19. Mai erwartet.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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